Sydbank Cup: Die geliebte Langstrecke

Der Sydbank Cup trumpft im 21. Jahr des Bestehens dieser Langstrecke mit einer weiterhin steigenden Teilnehmerzahl auf: 37 Yachten sind für Mittwoch, 15. August, gemeldet, um sich auf den Weg Richtung Kopenhagen zu machen. Damit wird erstmals nach längerer Zeit die 30er-Grenze geknackt. 28 Yachten gehen mit voller Crewstärke ins Langstrecken-Rennen, neun versuchen es Doppelhand.

Der Sydbank Cup trumpft im 21. Jahr des Bestehens dieser Langstrecke mit einer weiterhin steigenden Teilnehmerzahl auf: 37 Yachten sind für Mittwoch, 15. August, gemeldet, um sich auf den Weg Richtung Kopenhagen zu machen. Damit wird erstmals nach längerer Zeit die 30er-Grenze geknackt. 28 Yachten gehen mit voller Crewstärke ins Langstrecken-Rennen, neun versuchen es Doppelhand.

„Ich freue mich natürlich, dass diese Regatta bei den Aktiven so gut ankommt“, so H.-Eckhard von der Mosel, vor 21 Jahren Ideengeber und Initiator dieses Rennens, das der Kieler Yacht-Club und der Königlich Dänischen Yachtclub (KDY) gemeinsam veranstalten. Es ist die Mischung aus sportlicher Herausforderung und einem familiären Ambiente, die das gewisse Etwas ausmacht. „Es ist natürlich eine sportlich Veranstaltung mit 185 Seemeilen auf dem Hinweg und 150 auf dem Rückweg, aber es geht auch um das Zusammensein, um die Geselligkeit“, so von der Mosel.

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So findet das Rennen im 21. Jahr zum 19. Mal statt. Auch in Jahren ohne Sponsoren wurde die Regatta, die einst unter dem Namen BlueRibbonCup ins Leben gerufen wurde, veranstaltet. „Es gibt doch regelrecht Stammkunden, die die Strecke lieben und die gemeinsame Zeit in Kopenhagen genießen“, so Sven Christensen, der die Organisation mit dem eigenen Segelerlebnis verbindet. Der Geschäftsführer der Agentur Point of Sailing, die auch den Sydbank-Cup vermarktet, ist selbst als Skipper der „Sydbank“ mit von der Partie.

Auch der Titelverteidiger in der mittleren Klasse, Michael Berghorn („Halbtrocken 4.0“), schlägt in dieselbe Kerbe. „Es ist ein schönes,  familiäres Event mit einem Aufenthalt in der wunderschönen Stadt Kopenhagen“, so Berghorn, für den diese Langstrecken sportlich wertvoll und gleichzeitig für die Seele erholsam sind. Zwischen die WM (Platz fünf vor Den Haag) und der IDM im September vor Flensburg (6. – 10. September) passt diese beliebte Langstrecke perfekt.

Sportlich wird es der Kieler-Woche-Sieger (KielCup) mit den Platzierten des Vorjahres zu tun bekommen. Neben der „Halbtrocken 4.0“ (Kiel/X-41) und der „Sydbank“ (Flensburg/X-41) ist auch die Vorjahresdritte „Rarotonga“ (Christoph Mählmann/Berlin/Swan 46) am Start und komplettiert damit das Spitzentrio des Vorjahres.

Dabei trifft die deutsche Flotte auf internationale Konkurrenz. Mit der „Ningxia“ wurde eine X-41 unter brasilianischem Stander gemeldet. Die siebenköpfige Crew des IATE Clube de Santa Catarina um Skipper Cesar Gomez Neta wird durch den Dänen Jess Jörgensen (Assens Sejlklub/Fünen), der X-41-Yachten für Regattatraining und Regatten verchartert, verstärkt.

Die brasilianische Crew kommt aus den olympischen Bootsklassen Laser und 49er. „Wir sind befreundet und haben uns jetzt entschlossen, gemeinsam Offshore zu segeln“, so Cesar Gomez Neta, der bereits an Offshore-Regatten in Brasilien teilgenommen hat. Bei seinem Besuch in Dänemark und Kiel wurde er von Torsten Bastiansen (X-Yachts) auf die Charterfirma von Corinna Möhrlen und Jess Jörgensen aufmerksam gemacht. „Es passte alles. Wir wollen Spaß am Segeln haben und Teil einer coolen Regatta sein“, so Cesar Gomez Neta. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr auch die zweite X-41 „Shanxi“ verchartern können“, ergänzt Corinna Möhrlen. Die beiden X-41, die ursprünglich nach China verkauft werden sollten, wurden nach chinesischen Provinzen benannt und segeln nun auf der Ostsee, vom 15. bis 19. August zwischen Kiel und Kopenhagen.

Auch in den zwei weiteren Gruppen treten die Titelverteidiger an. In der Gruppe 1 ist es die „Hinden“ (Jonas Hallberg/Kiel/JPK10.10) und in Double Hand Walter Watermann mit seiner X-Day“ (Kiel/XP-44). „In der Double Hand-Gruppe hoffen wir natürlich in Zukunft auf weiter wachsende Zahlen. Da es immer schwerer wird, alle Crewmitglieder und Urlaube unter einen Hut zu bekommen, ist es eine gute Alternative“, so von der Mosel, der natürlich auf nördliche Erfolgsregatten schielt. Um die Regatta weiter zu öffnen, wurde erstmals auf jegliche Formeln, Regulierungen und Begrenzungen verzichtet. Es ist alles erlaubt, es dürfen nur nicht mehr als zwei Leute an Bord sein.

Mit einer traditionellen Zeremonie vor dem Start beginnt der SydbankCup. Mit Rettungsweste hat sich die komplette Crew an der Reling stehend zu verabschieden. „Wir machen dann von jeder Crew ein Foto und wissen so, dass alle Mann an Bord sind. Später nehmen wir das Foto als Tischkarte bei der Siegerehrung in Kopenhagen“, so von der Mosel. Danach wird um 19 Uhr vor Kiel-Düsternbrook gestartet. Der Hinweg führt durch den Großen Belt und nördlich um Seeland herum zum Ziel im Sund nördlich von Kopenhagen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag werden die Crews in Tuborg Havn, einem Hafen nördlich von Kopenhagen, erwartet. Längst ist es zur Tradition geworden, nach der Ankunft bei einem heißen Hot Dog und einem kühlen Bier von den Abenteuern der Überfahrt zu berichten und sich auszutauschen. Dank der Sponsoren wetreu und Budweiser Budvar sitzt die Runde bis spät in der Nacht zusammen und begrüßt die einlaufenden Teams. May & Olde wird dieses Jahr einen Frühstückskorb mit frischen Brötchen und dänischen Spezialitäten an jedes Boot übergeben. Auf keiner anderen Regattaveranstaltung herrscht unter den Konkurrenten ein so herzliches Miteinander. Einer der Gründe, warum Ulf Henning, Leiter Private Banking der Sydbank Kiel, als Sponsor der Langstreckenregatta so begeistert ist.

Nach dem Tag in Kopenhagen wird am Abend im Hellerup Sejlklub gefeiert. Der Club der verstorbenen Segellegende Paul Elvström (viermaliger Olympia-Goldmedaillengewinner und achtmaliger-Teilnehmer) hat die nötigen Räume, um die rund 280 Aktiven zu beherbergen.

Am Samstag startet die Rückregatta vor dem Tuborg Havn. Dann geht es unten herum um Gedser Richtung Strande (rund 150 sm), wo für Sonntag, 19. August, gegen 17 Uhr die Siegerehrung angesetzt ist.

Auch 2018 werden die Sydbank, May & Olde und Budweiser Budvar als Eventsponsoren die Regatta unterstützen. Der Sydbank Cup wendet sich vom 15. bis 19. August 2018 an seegehende ORC-Club-Yachten und Double-Hand-Crews bis zu einem GPH von 660 (oder kleiner).

Die bisherigen Streckenrekorde:

Kiel – Kopenhagen: „UCA” (Klaus Murmann/Kiel/J/V 86) im Jahr 2008: 13 Stunden 53 Minuten 13 Sekunden.

Kopenhagen – Kiel:  „Outsider” (Tilmar Hansen/Kiel/Elliot 52 SS) im Jahr 2013: 11 Stunden 31 Minuten 46 Sekunden.

 

Weitere Informationen über den Sydbank Cup und die Ergebnisse finden Sie unter www.manage2sail.com und auf der Seite des Kieler Yacht-Clubs unter http://www.kyc.de/de/regatten/sydbankcup/  oder auf Facebook unter SydbankCup

 

Zeitplan und Social Events

Kiel – Kopenhagen „KDY-Trophy“

 

Mittwoch, 15. August:

15-18.30 Uhr: Check-In im Hotel Kieler Yacht Club.

15-18 Uhr: Pasta-Essen, Teilnahme nur mit Anmeldung möglich

17.30 Uhr: Steuermannsbesprechung im Hotel Kieler Yacht Club, Kommodoresaal

19 Uhr: Ankündigungs-Signal zum 1. Start vor dem Sporthafen Kiel-Düsternbrook

 

Donnerstag, 16. August:

Bei Ankunft in Tuborg Havn: WeTreu Hot Dog Bar und Budějovický Budvar Welcome Bier. Ausgabe des May & Olde Frühstück-Korbes.

 

Freitag, 17. August:

16.30 Uhr: Gin-Tonic-Vorglühen im Tuborg Havn

Ca. 18.40 Uhr: gemeinsamer Spaziergang zum Hellerup Sejlklub.

Ab 19 Uhr: BBQ (25€ p.P.) mit Sydbank Budweiser Budvar Bier, anschl.         Siegerehrung Hinrunde im Hellerup Sejlklub: Kopenhagen – Kiel „KYC-Trophy“.

 

Samstag, 18. August:

8 Uhr: May & Olde Breakfast

10 Uhr: Ankündigungs-Signal zum 1. Start vor Tuborg Havn

 

Sonntag, 19.  August:

  1. 17 Uhr: Siegerehrung Rückrunde im Clubhaus des Kieler Yacht Clubs in Strande

 

 

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