Sydney Hobart: Erste Ausfälle nach wenigen Meilen

Ein sonniger Sommertag und eine Brise mit zehn bis zwölf Knoten aus nordöstlicher Richtung: Das waren die perfekten Bedingungen für den Start des Rolex Sydney Hobart. 85 Crews wurden auf die Reise geschickt, und die fünf Supermaxis lagen bei der Passage der Sydney Heads eng beieinander.

Nach dem sauberen Start der 74. Auflage des Rennens gingen die „Wild Oats XI“ der Familie Oatley und die „Black Jack“ von Peter Harburg Bug an Bug auf den Kurs in Richtung Sydney Heads. Die „Infotrack“ und die „Scallywag“ folgten kurz dahinter, während die Vorjahressiegerin, die „LDV Comanche“ einen etwas östlicheren Kurs für das Verlassen des Sydney Harbour wählte. „Black Jack“-Skipper Mark Bradford konnte als erster den Fuß auf das Gaspedal setzen und nach dem Verlassen des Harbour-Bereiches nach Süden in Richtung Hobart abbiegen.

Es folgten die „Wild Oats XI“ und die „Scallywag“. Doch kurz darauf meldete die HongKong-Yacht auch schon Probleme mit dem Bugspriet. Die „Scallywag“ musste schließlich aufgeben und kehrte nach Sydney zurück. Damit ist die Zahl der Supermaxis auf vier reduziert. Mit „Zen“ gab es einen weiteren Ausfall. Die TP52 hatte einen Schaden am Rigg.

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Währenddessen änderte sich an der Spitze das Bild. Die kraftvolle „Comanche“ übernahm die Führung und legte sechs Stunden nach dem Start einen Vorsprung von drei Meilen zwischen sich und die nächsten Verfolger. Gleich fünf Yachten lagen vor der Referenzzeit, die die „Comanche“ im vergangenen Jahr mit Streckenrekord vorgelegt hatte.

Ebenfalls stark unterwegs ist die „Winning Appliances“, eine Carkeek 60, die unter dem Namen „Ichi Ban“ bekannt ist. Sie ging in Führung der Yachten mit einer Länge 60 bis 70 Fuß, musste sich dann aber von der „Alive“, eine mit reiner Frauencrew besetzte RP66, überholen lassen. An Bord der „Winning Appliances“ ist Dr. Wolfgang Schäfer, der Vorsitzende des Seesegel-Ausschuss‘ im DSV, als einer der Steuermänner mit unterwegs.

Die kleineren Yachten hatten einen etwas schwierigeren Start, da die Brise nach und nach abnahm und bis zu den Sydney Heads sehr unstetig wurde. Die deutsche „Lunatix“ von Friedrich Böhnert (Hamburg) kam indes gut weg und lag nach sechs Stunden in den Top-50 des Feldes mit bereits 65 gesegelten Meilen im Heckwasser.

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