„Team Tilt“ feiert den WM-Titel der GC32

Die boomende Klasse der foilenden GC32-Katamarane hat auf dem Gardasee das „Team Tilt“ zu den Weltmeistern gekrönt. Das Schweizer Familen-Team um den 49er-Segler und Steuermann Sebastien und Vater und Manager Alex setzte sich im Feld der 13 Konkurrenten nach 16 Wettfahrten mit einer konstanten Serie durch.

Auf den weiteren Podiumsplätzen landeten die hochprofessionellen Mannschaften von „SAP Extreme Sailing“ und „Oman Air“.

Abgesehen von den ersten beiden Wettfahrten und der letzten, als die Schweizer lediglich die Ränge 13 und zweimal 7 einfuhren, kreuzten sie nie schlechter als Platz vier die Ziellinie. Es ist eine Bestätigung der großen Erfolge von Sebastien Schneiter, der vor zwei Jahren bereits als Zweiter die GC32 Racing Tour beendete, 2016 auch an den Olympischen Spielen teilnahm und im vergangenen Jahr den Schweizer Kat beim Youth America’s Cup steuerte.

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„Es war eine großartige Teamleistung – alles lief sehr gut an Bord“, so Schneiter, der von einer kurzen, aber guten Vorbereitung für das Event sprach. „Wir haben defintiv eine Menge aus dem Youth America’s Cup gelernt. Hier haben wir es geschafft, schnell zu segeln und dabei ruhig zu bleiben.“ Die Leistung des „Team Till“ war nach dem schwachen Auftakt sehr beeindruckend. Nach dem ersten Tag lag die Mannschaft lediglich auf Rang elf, schoss dann aber noch ganz nach vorn. Schon am Ende des zweiten Tags hatten Schneiter und Crew die Spitze übernommen.

Während es für Schneiter der erste WM-Titel der Karriere war, durfte Taktiker Glenn Ashby bereits seinen 17 weltweiten Meisterschaftsgewinn feiern. Ashby ist mit höchster Foiling-Kompetenz ausgestattet, gehörte im vergangenen Jahr zum erfolgreichen America’s-Cup-Team von „Emirates Team New Zealand“. Neben dem WM-Titel gewann „Team Tilt“ auch die Speed-Challenge mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,25 Knoten auch den beiden Reach-Kursen inklusive Halse.

Die Weltmeisterschaft der GC32 war eine kombinierte Veranstaltung für die Mannschaften, die an der Extreme Sailing Series und an der Eigner-Serie teilnehmen. Die gesonderte Wertung der Eigner-Steuerleute gewann Ernesto Bertarelli als Vierter der Gesamtwertung. Damit landete er mit seinem „Alinghi“-Team noch vor den „Ineos Rebels UK“, dem Nachwuchsteam des Ben-Ainslie-Rennstalls.

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