Traum von EM-Medaille platzte im finalen Rennen

Die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille bei der Laser-Europameisterschaft vor La Rochelle/Frankreich hatten durch Philipp Buhl lange reichlich Nahrung erhalten. Doch ausgerechnet im Abschlussrennen platzten diese Hoffnungen, als Buhl schlecht aus den Startblöcken kam und dann von Podium noch auf Platz sieben abrutschte. Auch Svenja Weger erwischte einen schlechten Tag und konnte als Gesamt-14. im...

Die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille bei der Laser-Europameisterschaft vor La Rochelle/Frankreich hatten durch Philipp Buhl lange reichlich Nahrung erhalten. Doch ausgerechnet im Abschlussrennen platzten diese Hoffnungen, als Buhl schlecht aus den Startblöcken kam und dann von Podium noch auf Platz sieben abrutschte. Auch Svenja Weger erwischte einen schlechten Tag und konnte als Gesamt-14. im Endklassement ihre Top-Ten-Platzierung nicht behaupten.
Philipp Buhl hatte im Laufe der EM-Tage eine sportlich starke Serie hingelegt mit sechs Top-Five-Platzierungen – darunter zwei Tagessiege. Dicker Makel in der Bilanz allerdings waren zwei Frühstart-Disqualifikationen. Und sie waren letztlich auch dafür verantwortlich, dass der Wahl-Kieler schließlich ohne Medaille aus dieser EM ging.

Zum letzten Rennen ging der Aktivensprecher des German Sailing Team als Zweiter an den Start. Doch mit den beiden Disqualifikationen im Gepäcke konnte er sich am Start kein Risiko mehr erlauben. Entsprechend vorsichtig ließ er es angehen und kam prompt nicht in das Rennen. Am Ende stand ein 38. Rang in dieser Wettfahrt. Zwar patzten viele weitere Medaillenanwärter zum Abschluss, aber sie hatten noch einen Streicher in petto. Buhl dagegen musste das zweistellige Ergebnis in die Wertung einbringen und rutschte damit auf den siebten Platz ab. „Was für ein ärgerliches Rennen, natürlich bin ich enttäuscht!“, sagte Buhl im strömenden Regen von La Rochelle.

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Auch Bundestrainer Alexander Schlonski trauerte der verpassten Chance hinterher: „Der zweite Frühstart war sehr knapp und unglücklich. Trotzdem ist Philipp bis zum letzten Rennen in Schlagdistanz zu Gold gesegelt, hat insgesamt sehr gute Leistungen gezeigt. Dann ist so ein Ende schon etwas bitter. Wir werden die Serie gründlich analysieren und dann wieder voll motiviert in die nächsten Regatten starten.“ EM-Gold holte der Zypriot Pavlos Kontides vor dem Briten Michael Beckett und Jesper Stahlheim aus Schweden.

Aus deutscher Sicht erfreulich war das Abschneiden von Nik Aaron Willim, der als 32. nach langer Verletzungspause wieder gut in die Laser-Klasse zurückgefunden hat. Theodor Bauer verpasste knapp die Goldflotte und wurde 45.

Svenja Weger ist auf dem beste Weg, den Anschluss an die Weltspitze herzustellen. Foto: Thom Touw

Auch für Svenja Weger gab es nach einer starken Serie zum Abschluss einen Dämpfer. Als Neunte ging die Europameisterin von 2014 in den Abschlusstag und hatte damit unter Beweis gestellt, dass sie den Anschluss an die Weltspitze hergestellt hat. Doch die Ränge 38 und 36 warfen Weger auf Platz 14 im Abschluss-Klassement zurück. Den Titel sicherte sich überlegen Olympiasiegerin Marit Bouwmeester aus den Niederlanden vor ihrer Teamkameradin Maxime Jonker und der Belgierin Emma Plasschaert.

Mit Pia Kuhlmann auf Platz 33 und Lena Haverland als 36. schafften es zwei weitere Seglerinnen des GST in die Gold-Flotte.

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