Überraschungen zum MRG-Auftakt

Will Boulden und sein australisches Alpha Sailing Team haben ihre Premiere beim deutschen Duellsegel-Klassiker Match Race Germany fast ideal eröffnet. Die Nummer neun der Weltrangliste und seine Crew gewannen zum Auftakt auf dem Bodensee vor Langenargen fünf ihrer sechs Segelduelle und führen das Klassement nach 11 von 15 Flights in der Vorrunde an.

Auf Platz zwei liegt mit ebenfalls fünf Siegen, aber auch drei Niederlagen, das Hamburger Team Vmax-Yachting um Steuermann Max Gurgel. Die Hanseaten sind als einzige deutsche Mannschaft beim Grand Prix auf dem Schwäbischen Meer am Start und eröffneten ihren Kampf um einen Podiumsplatz am Donnerstag in frischen Winden um 14 Knoten mit einem Auftakt-Sieg gegen Top-Favorit Eric Monnin. „Das war ein guter Einstieg“, sagte Physiker Max Gurgel, der sich einen Platz im Halbfinale zum Minimalziel gesetzt hatte.

Die Schweizer Titelverteidiger kamen mit der Niederlage gegen Gurgels Quintett in optimalen Segelbedingungen etwas holprig in die Rennen. Steuermann Monnin machte „unser schlechtes Timing“ für die 2:2-Bilanz nach seinen ersten vier Matches verantwortlich, konnte aber mit seinem Capvis Swiss Match Race Team anschließend noch zweimal punkten und liegt nach dem ersten Regattatag mit einem sattem Segelprogramm von insgesamt neun Stunden nur noch einen Punkt hinter den beiden führenden Mannschaften. „Die zwei Niederlagen heute waren nicht optimal. Wir müssen morgen besser segeln, dann haben wir es selbst in der Hand. Als Vierte nach elf Flights sind wir aber in guter Lauerposition.“

„Für uns als Veranstalter war das heute ein Auftakt nach Maß mit tollen Segelbedingungen auf dem Bodensee, einem vollem Segelprogramm und packenden Duellen auf sehr hohem Niveau“, sagte Sportdirektor Eberhard Magg. „Die Leistungen der Segler waren ein Versprechen für die kommenden Tage. Wir erwarten am Wochenende zu den Viertel- und Halbfinalläufen sowie dem Großen Finale am Pfingstmontag ein volles Haus. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein klasse Sportspektakel freuen.“

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