Viele Jungstars im Laser Radial

Aufgrund einer aufziehenden Sturmfront holte die Regattaleitung das Feld der Laser Radial Segler, die zur Kieler Woche ihre WM austragen, wieder an Land. Doch ganz aufs Segeln verzichten, mussten sie nicht. Um 17.30 Uhr ging es weiter.

Die gelbe Gruppe segelte zur Bahn, startete und musste abbrechen: Aufgrund einer aufziehenden Sturmfront holte die Regattaleitung das Feld der Laser Radial Segler, die zur Kieler Woche ihre WM austragen, wieder an Land. Ein bisschen schade fand das Aleksander Arian (Polen) schon. „Auf der Bahn waren mittlere Windstärken, allerdings mit vielen Böen.“ Und da sie die aufziehende Sturmfront bereits sahen, sei die Entscheidung auch in Ordnung. „Sicherheit geht vor.“

Doch ganz aufs Segeln verzichten, mussten sie nicht. Um 17.30 Uhr ging es weiter. Das nutzte Aleksander Arian und ersegelte sich gleich im ersten Rennen des Nachmittags wieder einen Sieg. „Es war ein toller Start gestern“, freute er sich über den dritten und ersten Platz des Vortages. Im Rennen passierte ihm ein Fehler, der dem Großteil des Feldes widerfuhr. Sie hatten damit gerechnet, die Tonne weiter rechts zu finden. Als sie den Irrtum bemerkten, war der Führende Josh Armit (Neuseeland) bereits an der Tonne. Im zweiten Rennen konnte er das wieder wettmachen und den Führenden des ersten Rennens auf die Plätze verweisen.

Anzeige

Für die kommenden Tage hofft der Pole auf starken Wind. „Ich bin gut bei viel Wind.“ Aber egal, wie die Bedingungen werden, er hat Spaß. Als 25-Jähriger zähle er bereits zu den Älteren im Feld.

Zu den Jüngeren zählt auch der Neuseeländer Josh Armit, der nach dem ersten Tag auf dem zweiten Platz lag. Das konnte er am Donnerstag nicht gleich wieder abrufen und kam beim ersten Rennen als Achter ins Ziel. „Ich freue mich, hier zu sein“, erklärte der 16-Jährige. In Neuseeland seien die Felder nicht so große, daher genieße er es, mit so vielen Booten auf dem Wasser zu sein und gegen sie anzutreten. Ein Ziel hat er sich nicht gesetzt: „Ich segel nur und tue, was ich kann.“ Tag für Tag und Rennen für Rennen schauen, was machbar ist. Das ist auch das Motto von Zac Littlewood (Australien), der auf Gesamtposition vier in den Nachmittag startete sich hinter Aleksander Arian einen zweiten Platz ersegelte. Er nutzt die sommerlichen Bedingungen in Europa, nicht nur um dem Winter in der Heimat zu entfliehen sondern auch, um sich auf seinen Saisonhöhepunkt, die Youth Sailing World Championships in Corpus Christi (USA) Ende Juli vorzubereiten. Der 17-Jährige mag die windreichen Bedingungen vor Kiel. „Das sind immer gute Rennen.“ Allerdings sieht er sich auch als Allrounder und nimmt den Wind so, wie er kommt. Dass bei den „unberechenbaren Winden“ abgebrochen wurde, sei die richtige Entscheidung gewesen.

 

Bereits am Vormittag konnten die Hansa 303 für ihre Eurosaf Para Sailing Championships zwei Rennen segeln. Trotz einer Disqualifikation, die er als Streichergebnis nehmen kann, bestätigte der Pole Piotr Cichocki seine Siegqualitäten, ebenso wie mit seinem ersten Platz im zweiten Rennen. Damit führt er weiterhin das Klassement an. Auf den nachfolgenden Rängen hat es einen Wechsel gegeben. Der Pole Waldemar Wozniak setzte sich vor Jens Kroker.

Die 2.4mR gingen auch am späteren Nachmittag wieder auf die Bahn. Die Bedingungen mit dem auffrischenden Wind nutzte erneut der Franzose Damien Seguin am besten. Er ersegelte sich zwei Siege und bleibt an der Spitze. Heiko Kröger blieb zweimal direkt hinter dem Franzosen und verteidigte seinen momentanen zweiten Rang. Einen Platz gut machen konnte Lasse Klötzing. Er schob sich auf den dritten Platz vor.

Am Freitag wird bereits ab 10 Uhr gesegelt.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht