Volvo Ocean Race: „Brunel“ siegt im Holland-Zweikampf

In einem engen Duell zwischen dem „Team Brunel“ und „AkzoNobel“, die beide unter der niederländischen Flagge segeln, hat sich der gelbe Renner durchgesetzt.

Auf der neunten Etappe des Volvo Ocean Race von Newport/USA nach Cardiff/Großbritannien behauptete die Mannschaft von Bouwe Bekking einen Vorsprung von vier Minuten gegenüber Simeon Tienpont und Crew.

Erneut hatte sich die Etappe zu einem Nervenkrimi in den letzten Tagen entwickelt. Nachdem sich die Flotte kurz nach dem Start in den USA aufgesplittet hatte und dann mit Höchstgeschwindigkeit über den Atlantik gesegelt war (Team „AkzoNobel“ stellte dabei mit 602,5 Seemeilen einen neuen 24-Stunden-Rekord für das VOR auf) führte die Flaute der letzten eineinhalb Tage die Boote wieder zusammen. Das Team „AkzoNobel“, das die Führung nach seinem Rekord inne hatte, musste dabei zusehen, wie „Brunel“ stets eine Spur schneller war und sich vorbeischob. Auf den letzten Meilen zum Ziel entwickelte sich in der starken Strömung in dem leichten Wind noch ein Wechselspiel an der Spitzen, und nach acht Tagen und acht Stunden trennten die beiden Yachten schließlich nur wenige Minuten.

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Seit dem Pazifik erweist sich „Brunel“ als das Team der Stunde. In Auckland landeten Bouwe Bekking und seine Mannschaft noch auf einem enttäuschenden sechsten Platz. Auf den Etappen rund um Kap Horn nach Brasilien, anschließend den Atlantik hinauf nach Newport und nun die Transocean-Etappe zurück nach Europa landeten die „Gelben“ zwei Siege und einen zweiten Platz – mit den Siegen in den beiden doppelt gewerteten Etappen. Das bringt die Mannschaft auf einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung und in eine Position, auf den verbleibenden Teilstrecken nach Göteborg und Den Haag sogar noch in den Kampf um den Gesamtsieg einzugreifen.

“AkzoNobel” kämpfte bis zum letzten Meter um den Sieg mit. Foto: Ainhoa Sanchez/VOR

Durch den Sieg bekam „Brunel“ wegen der doppelten Wertung und den Zusatzpunkt durch den Etappensieg 15 Zähler und liegt nun nur noch drei Punkte hinter „Dongfeng“. Die Mannschaft unter chinesischer Flagge und mit Charles Caudrelier als Skipper erreichte als dritte Yacht das Ziel in Cardiff. Damit steht nun „Donfeng“ an der Spitze der Tableaus, da die bisher führende Crew von „Mapfre“ am frühen Dienstagmorgen als Fünfte in Cardiff erwartet wurde.

„Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis. Es war das Ziel, die beiden roten Yachten („Mapfre“ und „Dongfeng“, d. Red.) zu schlagen“, berichtete Bekking. „Zu siegen, ist natürlich toll – und den Zusatzpunkt zu bekommen. Es war ein netter Zweikampf mit ,AkzoNobel‘, und wir waren am Ende das glückliche Team. Wir sind nun dicht dran an ,Mapfre‘ und ,Dongfeng‘ und wollen um den Sieg mitkämpfen.“

/„Es war ein unglaubliches Rennen“, sagte Simeon Tienpont. „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Wir haben bis zum Ziel gekämpft, und wir sind glücklich über den zweiten Platz.“

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