Volvo Ocean Race

Volvo Ocean Race in Zukunft mit Open60s

Der Nachfolger des Volvo Ocean Race wird nicht mehr auf einer Einheitsklasse, sondern auf Open60s ausgetragen werden. Was das für das Rennen bedeuten könnte.

Zuletzt rumorten Gerüchte, dass das (Volvo) Ocean Race Teil des IMOCA-Rennzirkus werden sollte. Jetzt wurde das Gerücht offiziell bestätigt. In Den Haag trafen sich die Verantwortlichen der IMOCA-Klasse und des Ocean Races und zurrten die Partnerschaft fest. “Das Segeln auf foilenden Monohulls auf Booten der IMOCA-Klasse (Open 60s) wird mehr Segler, Teams und die ganze Branche motivieren, an der nächsten Auflage teilzunehmen”, so die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung. Um die Open60s für das Rennen um die Welt mit Crew tauglich zu machen, soll eine ‘Class-Rule’ aufgestellt werden, die eine Kostenkontrolle, mehr Sicherheit und sportliche Fairness berücksichtigt. “Wir versuchen ein Boot für die Zukunft zu konstruieren, das sowohl für Einhandsegler als auch für die Crew geeignet ist”, sagt Guillame Verdier, einer der vielbeschäftigsten Designer der IMOCA-Klasse und im America’s Cup. “Ich glaube, dass wir einen Kompromiss schaffen, in dem sich beide Welten treffen!”

Kritische Blicke aus den Reihen der Segler verfolgen die Bekanntmachung in Den Haag (Bild: Pedro Martinez/Volvo Ocean Race)

IMOCA ist der Verband, unter deren Dach Regatten mit Open60s wie beispielsweise die Vendée Globe ausgetragen werden. Das bedeutet, dass das nächste (Volvo) Ocean Race mit Open60s ausgetragen wird. Das hat Vorteile, bringt aber auch Nachteile mit sich. Die spannenden Rennen der letzten beiden Auflagen sind dem Umstand geschuldet, dass in einer Einheitsklasse gesegelt wird. Alle Volvo-Boote sind derzeit baugleich. Bei den Open60s handelt sich um eine offene Konstruktionsklasse, in der sich die Boote untereinander unterscheiden. Das würde einen Schritt zurück in die Zeit bedeuten, in der die schnellen Konstruktionen das Rennen gewonnen haben. Andererseits wäre das Feld wahrscheinlich um ein Vielfaches größer, da es genug Boote gibt. Eventuell ist es für den Sport auch förderlich, dass sich weltweit auf eine Konstruktionsklasse für den Hochseesport geeinigt wird. Doch einen Teil der Faszination mit einem so spannenenden Finish wie zuletzt, wird das Rennen dann wohl verlieren. Ob die neue Klassenregel das Prinzip der Einheitsklasse aus den letzten Rennen auffangen wird, bleibt offen.

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