World Sailing auf nächster Etappe zu den Paralympics

Weltseglerverband tritt in zweite Bewerbungsphase für die Spiele 2024 ein

Nachdem World Sailing den Entschluss gefasst hat, wieder in das Programm der Paralympics aufgenommen zu werden, wurden die nächsten Schritte eingeleitet, um den Statuten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) gerecht zu werden.

Der Segelsport muss die Kernanforderungen des IPC-Handbuchs erfüllen, einschließlich der Einhaltung des Welt-Anti-Doping-Codes, des IPC-Athletenklassifizierungscodes sowie des vierjährigen Wettkampfkalenders und der weltweiten Reichweite. Bis zum 9. Juli ist nun Zeit, um das Bewerbungs-Paket vollständig zu schnüren. Darin muss eine Reihe von Fragen beantwortet werden, die dem IPC detaillierte Informationen gibt über die Organisation, das Regelwerk, den damit zusammenhängenden Kosten, die Einhaltung des Anti-Doping-Programms, die weltweite Reichweite, das vierjährige Wettbewerbsprogramm und die Verfahren, um das Wohlergehen der Athleten zu gewährleisten.

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Nach einer gründlichen Prüfung aller Unterlagen, einschließlich der vollständigen Zustimmung des IOC und dem Organisationskomitee für Paris 2024, wird das IPC-Präsidium im Januar 2019 seine endgültige Entscheidung über das Sportprogramm für die Paralympischen Spiele 2024 bekannt geben.

„Der Übergang in die zweite Phase des Bewerbungsprozesses zeigt, dass das Internationale Paralympische Komitee die Bemühungen von World Sailing anerkannt hat, das Wachstum des Segelsports zu steigern“, sagte World Sailing Präsident Kim Andersen. „World Sailing hat sich der Vision des IPC verschrieben, Paralympics-Athleten zu ermöglichen, exzellent Sport zu treiben und die Welt zu inspirieren und zu begeistern.“ Bei der Initiative von World Sailing zum paralympischen Programm gehe es laut Andersen nicht nur um die Wiederaufnahme in das Paralympische Sportprogramm, sondern auch um eine tief verwurzelte Überzeugung des Segelsports zur Integration. „Wir brauchen eine inklusive Gesellschaft mit vollständig barrierefreien Umgebungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen befähigen, sportliche Aktivitäten zu betreiben und eine sichere und faire Beteiligung zu erleben.“

Mit den Para-Weltmeisterschaften in Kiel im vergangenen Jahr, als 80 Segler aus 37 Nationen und fünf Kontinenten am Start waren, hat World Sailing schon einmal ein starkes Zeichen gesetzt. In diesem Jahr soll daran mit den Para-Europameisterschaften zur Kieler Woche und den Para-Weltmeisterschaften in Sheboygan/USA angeknüpft werden. Zudem wurde bei der vergangenen Jahrestagung von World Sailing in Mexiko beschlossen, die Para-Weltmeisterschaften ab 2022 in die alle vier Jahre stattfindenden Worlds der olympischen Disziplinen zu integrieren.

Die Hansa 303 sorgten zur Kieler Woche 2017 für bunte Bilder auf der Bahn und sind weiterhin Teil des Meisterschaftsprogramms. Foto: segel-bilder.de (Bild: segel-bilder.de)

Als Meisterschaftsklassen für das paralympische Segeln wurden benannt:
Ein-Personen-Kielboot (technisch), offen: 2.4 mR (Flottenrennen mit einem Medal Race)
Ein-Personen-Kiel (nicht-technisch), männlich und weiblich getrennt: Hansa 303 (Kurze Flottenrennen, geliefertes Boot mit einem Medal Race)
Zwei-Personen-Kielboot, offen: RS Venture Connect (Kurze Flottenrennen, geliefertes Boot mit Late-Stage-Knockouts. Der Gewinner des letzten Rennens ist der Sieger der Regatta)

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