Wie alles begann

50 Jahre The Moorings

Mit einer kleinen Flotte von sechs Kajütyachten legte das Ehepaar Cary den Grundstein für einen neuen Geschäftszweig und ein weltumspannendes Charter-Unternehmen.

Ende der 1960er zog es die leidenschaftlichen Segler Ginny und Charlie Cary von New Orleans auf die Britischen Jungferninseln. Sie hatten sich in die karibische Inselwelt verliebt, weil sie dort ideale Segelbedingungen mit konstanten Winden und geschützt liegenden Ankerbuchten vorfanden. 1969 gründeten sie ein Unternehmen, über das sie Yachten vermieteten. Die Carys wollten Gleichgesinnten die Möglichkeit eröffnen, ebenfalls die schöne Karibik unter Segeln zu erkunden. Diese Art Törns beziehungsweise Vermietung von Yachten war bis dato weitgehend unbekannt. Man darf also mit Fug und Recht behaupten, dass Ginny und Charlie Cary zu den Pionieren des Charter-Geschäftes gehören. 

Das Ehepaar startete mit einer kleinen Flotte von sechs 35 Fuß großen Pearson Yachten, die sie in Road Town auf Tortola stationierten. Noch heute befindet sich an selbiger Stelle eine Moorings-Basis, doch diese hat wenig gemein mit der ursprünglichen. Wo früher neben den sechs Pearsons nur einige wenige Eignerschiffe lagen, wimmelt es heute vor Booten und Seglern. Allein die Moorings-Basis ist um ein Vielfaches gewachsen, aber auch andere Firmen, darunter das Schwesterunternehmen Sunsail, haben hier große Stützpunkte eingerichtet.

Ginny und Charlie Cary haben die BVIs in den 1960ern für sich entdeckt und eine Vermietung von Segelyachten aufgebaut, um Gleichgesinnten Segeltörns in diesem Revier zu ermöglichen.

Eine ähnliche Entwicklung hat die gesamte Inselwelt durchlaufen. In den 1960er und 1970ern galten die kilometerlangen, palmenbestandenen Buchten der Britischen Jungferninseln (oder BVIs für British Virgin Islands) als Geheimtipp, heutzutage findet man mancherorts kaum Platz zum Ankern.

Geblieben ist die große Anziehungskraft, die von den BVIs ausgeht. Dasselbe gilt für die Beliebtheit von The Moorings-Charteryachten. Die Grundlage für Letzteres legte das Ehepaar Cary, indem es von Anfang an auf eine gute und kompetente Rundumversorgung ihrer Kunden setzte. Zu Beginn kümmerten sie sich persönlich um jeden Gast. Sie wohnten in einem kleinen Hotel vor Ort, waren somit jederzeit erreichbar. Ihre engagierte Betreuung führte dazu, dass der Stammkundenkreis schnell wuchs und die Flotte schon bald erweitert werden konnte. Auch hierbei bewiesen die Carys Weitblick, denn sie schafften nicht nur mehr Schiffe an, sondern auch größere, die sie mit professionellen Skippern auf Crewed-Charter-Törns schickten. Um die hohen selbstgesetzten Standards hinsichtlich erstklassigen Service zu halten, stellten sie Personal ein.

Obwohl die Carys inzwischen verstorben sind, hält die Firmenleitung an den von ihren Gründern angestrebten hohen Standards fest. Eine gute Entscheidung, wie sich an den aktuellen Geschäftszahlen ablesen lässt. 50 Jahre nach Firmengründung umfasst die The Moorings-Flotte über 400 Yachten in mehr als 20 Stützpunkten, verteilt über die ganze Welt.

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