Revierführer IJsselmeer

Städte, Häfen, Ansteuerungen, Sehenswürdigkeiten: Wir haben einen Revierführer für das IJsselmeer zusammengestellt, um Sie bei Ihrem Törn zu unterstützen

Das IJsselmeer ist ein Binnensee mit kurzen Distanzen. Ideal für eine entspannte Tour durch die schönen holländischen Orte. Alles Wichtige für eine Rundreise:

(Bild: Jan Bindseil)

Inhalt

  1. Makkum
    Ansteuerung
    Häfen
  2. Workum
    Ansteuerung
    Häfen
  3. Hindeloopen
    Ansteuerung
    Häfen
  4. Stavoren
    Ansteuerung
    Häfen
  5. Lemmer
    Ansteuerung
    Häfen
  6. Urk
    Ansteuerung
    Häfen
  7. Lelystad
    Ansteuerung
    Häfen
  8. Enkhuizen
    Ansteuerung
    Häfen
  9. Andijk
    Ansteuerung
    Häfen
  10. Medemblik
    Ansteuerung
    Häfen

01 Makkum

Makkum liegt ganz im Nordosten des IJsselmeeres in der Nähe des Abschlussdeiches und den Schleusen von Kornwerderzand. Von Süden kommend sticht zuerst die große Werfthalle ins Auge und dient als Anhaltspunkt. Im Industriegebiet von Makkum sitzen einige namhafte Werften, die gerade unter Langfahrtseglern Rang und Namen haben.

Aufgrund des flachen Wassers vor dem Strand von Makkum gilt der Ort als idealer Punkt zum Lernen von Wassersportarten wie Kiten und Windsurfen. Die meisten Segler kennen wahrscheinlich nur die gut ausgestattete Marina Makkum. Doch der eigentliche Ort ganz am Ende des Makkumer Diep sollte bei Gelegenheit auch besichtigt werden.

Aufgrund der Nähe zu den Schleusen des Abschlussdeiches ist Makkum der ideale Absprunghafen für eine Erkundung der Inseln im Wattenmeer.

Ansteuerung

Die Einfahrt von Makkum umgibt ein riesiges Flach, das weit in das IJsselmeer hinaus ragt. Daher sollte nie direkt Kurs auf die Werfthalle oder Hafeneinfahrt genommen werden. Die Einfahrt in das Makkumer Diep liegt schon fast vor den Toren von Kornwerderzand. Ob aus West oder Süd kommend: Wer den Kurs auf Kornwerderzand steckt, geht auf Nummer sicher. Nachts sollte Makkum nur mit äußerster Vorsicht angelaufen werden: Es sind nicht alle Tonnen des schmalen Fahrwassers beleuchtet.

Häfen

Der erste Hafen an Steuerbord ist ein Vereinshafen, in dem es auch Liegeplätze für Passanten gibt. Die meisten Segler werden aber wohl die große Marina nebenan ansteuern. Der Meldesteg befindet sich gleich neben der Tankstelle. Die Marina ist gut ausgestattet und bietet nahezu alles.

Tel. +31 5 15 23 28 28
E-Mail info@marinamakkum.nl
VHF Kanal 31

Direkt am Ort befinden sich noch Liegemöglichkeiten an einem langen Steg direkt neben der Schleuseneinfahrt. Außerdem gibt es noch einige Plätze im Fischerhafen.

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02 Workum

Das kleine Städtchen am Ostufer des IJsselmeeres wird von Seglern gerne übersehen. Dafür wird es von Kitern und Windsurfern geliebt. Im Sommer lässt sich Workum bereits von weitem an den zahlreichen Kiteschirmen erkennen. Da auch die Einfahrt von Workum von einem Flach umgeben ist, sollte umsichtig navigiert werden. Außerdem versandet die Zufahrtsrinne regelmäßig und muss ausgebaggert werden.

Die Altstadt von Workum beginnt erst hinter der Schleuse. Noch bis vor wenigen Jahren war sie Schiffen mit größerem Tiefgang verwehrt, da der Drempel bei 1,65 Meter lag. Jetzt liegt er bei 1,90 Meter, sodass auch größere Schiffe binnen liegen können.

Ansteuerung

Auf keinen Fall direkt die Einfahrt anlaufen, sondern erst Kurs auf die Ansteuerungstonne H2-W1 nehmen, von der aus das Fahrwasser nach Workum fast genau östlich abzweigt. Unbedingt in der Mitte des Fahrwassers bleiben, das irgendwann an einem Steindamm vorbei und weiter in einen Kanal führt. Nachts sollte Workum nicht angelaufen werden.

Häfen

Der große Jachthafen It Soal liegt gleich an Backbord und bietet für den Segler so ziemlich alles. Die Marina ist ruhig gelegen, allerdings direkt neben einem Campingplatz mit reichlich sommerlichem Trubel. Der Standard ist hoch. Allerdings liegt die Marina etwas außerhalb der Stadt. Entlang des Kanals finden sich noch weitere kleine Möglichkeiten anzulegen.

Tel. +31 5 15 54 29 37
E-Mail marina@itsoal.nl

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03 Hindeloopen

Der kleine Ort, nur zwei Seemeilen von Workum entfernt, gehört zu den schönsten am IJsselmeer. Bereits von weitem dient der leicht schiefe Kirchturm als Ansteuerung. Auch Hindeloopen ist von einem großen Flach umgeben, sodass mit Umsicht navigiert werden sollte.

Im Gegensatz zu Makkum und Workum besitzt Hindeloopen keinen eigenen Strand, sodass in den Sommermonaten weniger Trubel herrscht. Einst war Hindeloopen ein beliebter Wohnsitz von Kapitänen, die für die holländische Handelsflotte fuhren. Viele der imposanten Kapitänshäuser sind erhalten geblieben. Die Altstadt wirkt auch heute noch sehr ursprünglich.

Bei starkem Nordnordwest kann es nahezu unmöglich werden, Hindeloopen durch die schmale Rinnen zu verlassen.

Ansteuerung

Von Süden kommend darf der Kirchturm nicht direkt angesteuert werden, sonst wird man Bekanntschaft mit der KNRM (das niederländische Pendant der DGzRS) schließen. Daher einen leichten Bogen fahren, bis die Hafeneinfahrt von Workum etwa querab liegt. Die Ansteuerungstonne H2-W1 liegt etwas nördlich von Hindeloopen. Von ihr zweigt ein betonntes Fahrwasser nach Süden ab, das in den Hafen führt. Nachts sollte Hindeloopen ebenfalls nicht angelaufen werden.

Häfen

Direkt hinter der Hafeneinfahrt liegt der Stadthafenbeziehunsgweise der Alte Hafen mit einigen Boxen und Stegen, an denen im Sommer die Päckchen liegen. Links öffnet sich eine der besten Marinas Hollands: der Jachthaven Hindeloopen. Der Meldesteiger mit dem Hafenmeisterbüro befindet sich gleich vorne neben der Tankstelle. Der Hafen bietet gute sanitäre Einrichtungen, ein Restaurant direkt am Hafen, ein Hallenbad, eine Sauna, Squash- und Tennisplätze. Schiffszubehör wird ebenfalls angeboten, dass allerdings zu einem großen Teil aus Bekleidung besteht. Von der Marina ist es nur ein kurzes Stück bis in die Altstadt.

Tel. +31 5 14 52 45 54
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Hindeloopen verfügt über einen der besten Häfen der Niederlande (Bild: Julia700702, iStock)

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04 Stavoren

Aufgrund seiner Lage an der Westspitze Frieslands ein beliebter Ausgangshafen sowie Törnziel. Einst war auch Stavoren ein großer Handelshafen und Teil der Hanse. Allerdings verlor Stavoren den Anschluss, als Städte wie Enkhuizen, Hoorn oder Amsterdam aufblühten. Der Fischfang prägte darauf den Ort, der heute defintiv nicht mit den Handelszentren aus dem Goldenen Zeitalter mithalten kann. Rund um den alten Häfen besitzt er einen gewissen rustikalen Charme, aber die Stadt selber bezaubert einen nicht.

Im Süden von Stavoren liegt eines der berüchtigtsten Flachs des IJsselmeeres: der Vrouwezand. Obwohl das Flach sehr gut betonnt ist, laufen hier jedes Jahr Yachten auf und müssen freigeschleppt werden.

Stavoren galt lange Zeit als das Nadelöhr Frieslands, da die Johan-Friso-Schleuse dem Verkehrsaufkommen der Freizeitschifffahrt nicht mehr gewachsen war. So bildeten sich in den Sommermonaten lange Schlangen auf der Binnen- und Außenseite mit Wartezeiten von mehreren Stunden. Eine neue Schleuse hat die Lage mittlerweile entschärft. Bei viel Wind sollte daher überlegt werden, binnen weiterzufahren.

Ansteuerung

Von Süden oder Osten kommend wird Kurs auf die westliche Spitze des Vrouwezand genommen. Erst wenn diese umrundet wurde, kann Kurs auf das Pumpwerk genommen werden. Wer das Flach im Süden berücksichtigt, kann Stavoren auch problemlos in der Nacht ansteuern. Die Hafeneinfahrten sind befeuert.

Häfen

Stavoren besitzt zwei Hafenbecken. Im nördlichen liegt der Alte Hafen mit Liegemöglichkeiten für Passanten. In den Sommermonaten bilden sich hier große Päckchen. Im südlichen Becken geht es an Backbord zur Schleuse und an Steuerbord in den großen Hafen der Marina Stavoren. Sie ist eine der größten Marinas in Holland und bietet neben guten sanitären Einrichtungen einen kleinen Bäcker, ein Restaurant und eine Tankstelle. Der Meldesteg befindet sich gleich an Backbord hinter der Einfahrt. Bei stürmischem Wetter wird es in der Marina schnell unangenehm. Der Weg in den Ort ist etwas weit.

Tel. +31 5 14 68 46 74
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Dank der neuen Schleuse ist Stavoren nicht mehr das Nadelöhr Frieslands (Bild: DutchScenery, iStock)

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05 Lemmer

Das ehemalige kleine Dorf Lemmer liegt am Ende der trichterförmigen Lemster Bucht. Obwohl es durch die vorherrschende westliche Windrichtung nicht immer einfach ist, aus der Bucht zu kommen, hat sich Lemmer zu einem Wassersportzentrum entwickelt. Häfen, Charterflotten, Restaurants, Schiffszubehör, Segelmacher – kaum etwas, das es in Lemmer nicht gibt.

Die kleine Altstadt entlang des Kanals ist immer einen Besuch wert. Die große Werfthalle dient schon von Weitem als Ansteuerung. Obwohl rund um den Hafen Industriegebiete entstanden sind, bekommt man in der Stadt wenig davon mit. Lemmer war schon immer in deutscher Hand, da es von Nordrhein-Westfalen durch einen Autobahnanschluss gut zu erreichen ist.

Ansteuerung

Lemmer stellt an den Navigator keine großen Anforderungen. Einzig die Untiefe ‚Steile Bank‘ sollte gemieden werden. Sie ist durch kleine Gefahrentonnen gekennzeichnet. Früher lag hier eine Kardinal-Süd, die unlängst wieder durch einen roten Tonnenstrich ersetzt wurde. Bei der Einfahrt in das Hafengebiet kann es aber knifflig werden, da Lemmer in mehrere kleine Hafenbecken unterteilt ist. Lemmer kann auch in der Nacht angelaufen werden.

Häfen

In ganz Lemmer gibt es mehr als zehn Yachthäfen – die meisten davon binnen. Außen geht es gleich an Backbord in den Industriehafen mit einigen Anlegemöglichkeiten. Wer noch ein Stück weiterfährt, stolpert geradezu über die Marina Friese Hoek. Sie ist gut ausgestattet und bietet gute sanitäre Einrichtungen. In die Stadt ist es auch nicht weit. Bei starkem Westwind ungemütlich.

Tel. +31 5 14 56 41 41
E-Mail info@skipsmaritiem.nl

Dahinter direkt links neben der alten Schleuse befindet sich noch der alte Gemeindehaven. Er liegt sehr zentral, bietet aber nicht den Komfort einer Marina. Ruhig liegt man Binnen in der Stadt am Kanal.

In Lemmer liegt man am besten mitten in der Stadt am Kanal (Bild: ManoVanKohr, iStock)

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06 Urk

Vor der Erschließung des Nordoostpolders war Urk eine Insel und hat sich bis heute ein gewisses Inselflair erhalten. Urk gehört mit Sicherheit zu den ursprünglichsten Häfen am IJsselmeer. Wer den Ort anläuft bekommt von weitem noch den Eindruck, es handele sich um eine Insel. Der große weiße Leuchtturm weist den Weg.

Doch auch in Urk beginnt der Tourismus Fuß zu fassen. War Urk noch vor zehn Jahren eine Art Geheimtipp, wird Urk heute von vielen Yachten angelaufen. Neue Schwimmstege wurden verlegt, neue Restaurants und eine ganze Waterfront aufgebaut, die dem Fischerhafen etwas an Flair genommen haben.

Dennoch sollte Urk unbedingt auf dem Törnplan stehen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Fischereihäfen am IJsselmeer, besitzt Urk noch immer eine der größten Flotten Europas. Allerdings wird der Fang nicht mehr in Urk angelandet, sondern an der Küste und mit LKW in den Ort gebracht.
Vor Urk erstreckt sich ein Flach mit vielen Steinen.

Ansteuerung

Von Nord kommend muss das Flach umfahren werden. Wer geradewegs auf den Leuchtturm zuhält, wird mit den Steinen im flachen Wasser Bekanntschaft schließen. Besser weiträumig umfahren und den Hafen von Süden aus anlaufen. Eine rote Betonnung hilft, das Flach zu umschiffen. Wer umsichtig navigiert, kann Urk auch in der Nacht anlaufen, da die Hafeneinfahrt gut befeuert ist.

Häfen

Der schönste Liegeplatz bietet sich gleich an Backbord längsseits am Kai. Direkt hinter dem Deich liegt dann der Strand. Allerdings sind diese Plätze begehrt und begrenzt. Entlang der Hafenmole wurde daher noch ein Steg gebaut, an dem festgemacht werden kann. Bei südöstlichen Winden kann es hier aber sehr unruhig werden. Direkt an der Hafeneinfahrt an Steuerbord liegt ein kleiner Vereinshafen, der auch von Gästen angelaufen werden kann. Allerdings ist es von hier aus recht weit in den Ort.

Besser liegt man im Nieuwe Hafen in Boxen mit Schwimmstegen gegenüber der Kaimauer. Freie Boxen sind mit grünen Schildern gekennzeichnet. Hier gibt es auch ein kleines Sanitärhaus, das allerdings viel zu klein ist. Daher wurden daneben Container aufgestellt. Da diese öffentlich zugänglich sind, tränen die Augen teilweise schon beim Betreten.

In Urk liegen die schönsten Liegeplätze direkt an der Mole (Bild: kruwt, iStock)

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07 Lelystad

Lelystad ist eine sehr junge Stadt und noch keine hundert Jahre alt. Sie liegt auf dem Flevolandpolder und von den Häfen rundherum recht weit entfernt.

Bekannt ist Lelystad für das große Outlet Shopping Center und für den Nachbau eines Ostindienfahrers aus dem 17. Jahrhundert. Beide Attraktionen liegen allerdings im Marker- und nicht im IJsselmeer. Von den Häfen weiter außerhalb im IJsselmeer gibt es aber auch Busverbindungen. Lelystad selber haben wohl die wenigsten Segler jemals besucht.

Ansteuerung

Die schnurgerade Küste des Flevolandpolders bietet keine navigatorischen Hürden. Es ist überall ausreichend Tief. Der hohe Turm der Flevolandcentrale dient als Kursmarke. Die Häfen, die zu Lelystad gehören liegen etwas verteilt.

Häfen

Ganz im Norden liegt mitten im Nirgendwo die Flevomarina. Eine große Marina mit allem erdenklichen Komfort. Restaurant, Sauna und Versorgungsmöglichkeiten liegen alle auf dem Gelände. Wer möchte, kann sich sogar ein Bad mit Badewanne reservieren. Wer hier anlegt, braucht die Marina nicht zu verlassen.

Tel. +31 88 05 04 170
E-Mail havenkantoor@flevomarina.com

Weiter Richtung Süden liegt der Hafen Deko Marine. Er liegt etwas zentraler und bietet ebenfalls viel Komfort. Outlet und Batavia sind von hier aus besser zu erreichen.

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08 Enkhuizen

Enkhuizen ist das Juwel des IJsselmeeres und eine der schönsten holländischen Städte. In der Blütezeit des Goldenen Zeitalters gehörte Enkhuizen zu den reichsten Städten der Welt. Kaufmänner ließen wunderschöne Stadthäuser errichten, die zu großen Teilen erhalten sind. Ein Spaziergang durch die Gassen Enkhuizens gehört daher unbedingt zu einem Törn in Holland dazu. Wer das Glück hat, in der Nachsaison bei beinahe leeren Straßen durch den Ort zu wandeln, wird beinahe das Gefühl haben, im Enkhuizen des 17. Jahrhunderts zu sein. Außerdem gibt es in Enkhuizen gute Verpflegungsmöglichkeiten und zahlreiche kleine Restaurants.

Es lohnt sich, ruhig einen Tag länger in Enkhuizen zu bleiben. Das Zuiderzeemuseum bietet sich bei Regen an, das Freilichtmuseum (Buitenmuseum) bei tockenem Wetter. Hier wurden aus ganz Holland historische Häuser wieder aufgebaut und zu einem typischen holländischen Dorf zusammengefügt. Für Segler ist der Kirchturm bereits von weitem zu sehen und dient als Landmarke.

Ansteuerung

Da der Damm zum Markermeer direkt in Enkhuizen beginnt, erfolgt die Ansteuerung aus Ost oder Nord. Der Enkhuizerzand gehört zu den berüchtigsten Flachs im IJsselmeer, ist aber gut betonnt. Von Osten kommend sollte immer etwas nördlicher des Kirchturms gehalten werden, um das Flach sicher auszuschließen. Die Hafeneinfahrt ist gut befeuert und kann auch nachts angelaufen werden. Ein Richtfeuer weist den Weg.

Häfen

Gleich an der Einfahrt in das Krabbersgat liegt an Steuerbord der Compagnieshaven. Eine große Marina mit guten sanitären Anlagen, einem kleinen Supermarkt und einem Ausrüster, der allerdings mehr auf Kleidung spezialisiert ist. Der Weg in den Ort ist nicht weit. Der Meldesteiger befindet sich am Ende der Hauptgasse an Steurbord. In den Sommermonaten werden hier vom Hafenmeister die Liegeplätze zugeteilt. Er steht mit Klemmbrett bewaffnet auf dem Steg und ruft den Gästen die Boxennummer zu. Trotz der vielen Liegeplätze kann es vorkommen, dass man im Sommer abgewiesen wird, weil der Hafen voll ist.

Tel. +31 228 313353
E-Mail info@compagnieshaven.nl

Einige Meter weiter das Krabbersgat entlang liegt der Buitenhafen – der Stadthafen. Im Sommer liegt hier ein Päckchen neben dem anderen und irgendwann signalisiert die große Anzeigetafel an der Hafeneinfahrt, dass der Hafen voll ist. Die beste Zeit für den Stadthafen liegt in der Vor- oder Nachsaison, wenn es am IJsselmeer etwas ruhiger geworden ist.

An Steuerbord zweigt der Zugang zum Oude Havn ab. Hinter einer kleinen weißen Klappbrücke befindet sich der schönste Hafen Enkhuizens mitten im Herzen der Stadt. Allerdings ist der Platz auf wenige Schiffe begrenzt, sodass er früh am Tage angelaufen werden sollte.

Noch ein Stück weiter im Krabbersgat liegt an Steuerbord hinter der Mole, an dem die Plattboden liegen, der Buyshaven. Der Hafen bietet sehr gute sanitäre Anlagen, nettes Personal und weniger Trubel als die anderen Häfen Enkhuizens. Der Hafen erstreckt sich entlang einer grünen Halbinsel. Von der Lage her einer der schönsten Häfen am IJsselmeer. Einziges Manko des Hafens ist der Weg in die Stadt, der um das Hafenbecken führt.

Tel. +31 2 28 31 56 60
E-Mail info@buyshaven.nl
VHF Kanal 31

Um in den Oude Haven von Enkhuizen zu gelangen, muss eine Klappbrücke direkt am alten Wachturm Dromedaris passiert werden (Bild: JJFarquitectos, iStock)

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09 Andijk

Eine der schönsten Marinas bietet Andijk. Aber mehr auch nicht. Der Ort hinter dem Deich ist fast nicht existent und so bleiben die meisten wahrscheinlich in der Marina. Einzig die Kirche von Andijk dient als gute Landmarke für die Navigation.

Ansteuerung

Weitestgehend unproblematisch. Keine Untiefen. Die Hafenmole von Andijk schützt den Hafen im Norden, die Einfahrt ist nach Süden geöffnet. Wer den Hafen nachts ansteuert, sollte das im Hinterkopf behalten und einen Bogen fahren. Die Befeuerung kann von Norden kommend zu Unsicherheit führen, da sie optisch vertauscht sind.

Häfen

Große Marina mit guten sanitären Anlagen. Tankstelle und Restaurant sind ebenfalls vorhanden. Sehr ruhig und schön gelegen. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will, findet hier seinen Platz.

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10 Medemblik

Der kleine Ort an der Westseite des IJsselmeeres besitzt noch immer ein leicht verschlafenes Flair. Es ist weder so schön und prunkvoll wie Enkhuizen noch so urig wie Urk. Dennoch ist es ein beliebtes Ausflugsziel.

Jedes Jahr endet in Medemblik die 24 Stunden Regatta. Und wer jemals diese Regatta mitgesegelt ist, weiß, wieso Medemblik der Zielhafen ist, denn die Hafeneinfahrt ist am IJsselmeer einzigartig. Die Mole umspannt zangenförmig die Einfahrt. Bei der Zieleinfahrt sind beide Molen mit Menschenmaßen bevölkert, die jedem einlaufenden Schiff zujubeln. Das prunkvolle Kastell Radbout aus dem Mittelalter an Backbord dient als Wahrzeichen.

Etwas südlich des Ortes liegt das Regattacenter Medemblik, das sich international einen Namen gemacht hat. Hier werden regelmäßig Welt- und Europameisterschaften ausgetragen sowie zahlreiche Klassenregatten gesegelt.

Ansteuerung

Die Ansteuerung ist recht problemlos. Keine Untiefen, die besondere Sorgfalt erfordern. Je nach Richtung liegt die Vogelinsel de Kreupel im Weg, die umschifft werden muss. Die Molenköpfe sind nachts befeuert.

Wer von Süden kommt, sollte auf Regattafelder achtgeben. Es wird nicht gern gesehen, wenn ein Fahrtenboot durch ein Feld dümpelt. Alles, was nach einer Regatta aussieht, wird weiträumig umfahren.

Häfen

Im Ort befinden sich gleich mehrere Häfen. Der Stadthafen befindet sich in dem großen Becken direkt hinter der Hafeneinfahrt. Hier wird im Päckchen gelegen. An Land gibt es sanitäre Anlagen, die allerdings zu klein dimensioniert sind.

Gleich an Backbord hinter dem Kastell liegt der ruhig gelegene Pekelharinghaven mit guten sanitären Einrichtungen, einer guten Infrastruktur.

Tel. +31 2 27 54 21 75
E-Mail pekelharinghaven@zonnet.nl
VHF Kanal 31

Dem Stadthafen folgend, hinter der Brücke befindet sich ein weiterer Hafen mit Liegemöglichkeiten für Passanten. Man ist allerdings auf die Brückenöffnung angewiesen. Die sanitären Anlagen sind in einem guten Zustand, erreichen aber nicht den Standard einer Marina.

Im Regattacenter südlich von Medemblik können auch Passanten liegen. Der Hafen bietet so ziemlich alles, liegt aber auch recht weit außerhalb des Ortes.

Tel. +31 2 27 54 77 81
E-Mail info@regattacenter.com
VHF Kanal 31

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