Revierprofil Costa Dorada

Welcher Segler kennt schon die Costa Dorada oder die Costa del Azahar? Dabei ist dieser Abschnitt der spanischen Mittelmeerküste ein tolles Revier voll seglerischer Überraschungen. Lesen Sie hier das Revierprofil

Revier: Ein abwechslungsreiches Revier, indem man je nach Lust und Laune kurze Schläge aber auch täglich 50 Meilen segeln kann.
Seekarten: Französische Seekarten F7664, 7669,7785 oder Imray M13.
Nautische Literatur: Steve Pickard: „Mediterranean Spain“, von der RCC Pilotage Foundation.
Wind & Wetter: Meist windarmes, heißes Sommerwetter. In der Vor- und Nachsaison gibt es oft guten Wind, man muss aber auch auf Gewitter und Fronten einstellen.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Tidenhub und Gezeitenstrom sind vernachlässigbar. Starker auf- bzw. ablandiger Wind kann jedoch zu größeren Wasserstandsschwankungen führen.
Navigation: Terrestrisch. Wegen der meist flachen Küsten ist der Plotter eine wichtige Navigationshilfe.
Beste Zeit: Mitte Mai bis Ende September.
Anreise: Barcelona wird von allen größeren Flughäfen angeflogen. Den Transfer nach Roda de Bará mussten wir noch selbst organisieren.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Spanisch. Englisch wird nicht überall verstanden.
Klima: Mediterran.
Kleidung: Leichte Baumwollkleidung im Sommer. An Bord sollten immer ein Pullover und ein leichtes Ölzeug sein.
Fischfang: Ende August scheint die Zeit der Goldmakrelen zu sein.
Sicherheit: Im Segelrevier weitgehend gut. Problematisch in Barcelona.
Reiseführer: Thomas Schröder: „Barcelona“, im Michael Müller Verlag / Hans-Jürgen Fründt:“ „Costa Dorada mit Barcelona“ (bei Reise Know How) / „Spanien“, bei Baedeker.

Windverhältnisse

Tramontana (Maestral):

Dieser von Tiefdruckgebieten über Mitteleuropa ausgelöste NW-Wind tobt sich meist an der Costa Brava aus. Er kann aber auch die nördliche Costa Dorada heimsuchen und aus dem Tal des Ebro pfeifen. Im Sommer macht er sich selten bemerkbar, in der Vor- und Nachsaison kann er Sturmstärke erreichen.

Vendaval:

Vom Atlantik herein ziehende Fronten bewirken diesen SW-Wind. Begleitet von Gewittern und Regen, dreht er bei Durchzug der Front auffrischend über W auf NW. Im Herbst und im Frühjahr kann er stärker blasen als manchem Segler lieb ist.

Sirocco:

Schwüle Wärme kündigt diesen S bis SE-Wind an. Er sorgt für schlechte Sicht und kann die Ansteuerung mancher Häfen gefährlich machen und sogar verhindern. Selten im Sommer.

Levante:

Tiefdruckgebiete über Nordafrika sind der Motor dieses Ostwindes. Oft rollte er so hohe Wellen gegen die Küste, dass die Einfahrt in manche Marinas gefährlich bis unmöglich ist.

Sommerwetter:

Im Sommer setzt am späten Vormittag eine auflandige Thermik ein, die sich bis zum Nachmittag zu einem guten Segelwind auswächst. Die Nächte sind meist windstill, an manchen Stellen macht sich eine ablandige Thermik bemerkbar.

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