Napoleons Exil entdecken

Revierprofil: Elba

Elba lockt alljährlich Scharen von Seglern an. Wer das Flair von Napoleons Exilinsel in Ruhe genießen möchte, sollte daher seinen Urlaub entweder früh im Jahr oder nach dem Ferragosto buchen

Yachtcharter

Revier: Elba ist ein perfektes Familienrevier. Seekarten: Amtlicher Italienischer Sportbootkartensatz ITP2a.
Nautische Literatur: Rod Heikell: ‚Italian Waters Pilot‘.
Wind und Wetter: Von Juni bis September kann mit bestem Sommerwetter gerechnet werden. Hauptwindrichtung ist Nordwest, an Flautentagen sorgt oft eine Thermik für auflandige Brisen.
Wetterberichte: www.windfinder.com hat sich für dieses Revier als gute Quelle herausgestellt.
Leuchtfeuer und Seezeichen: Das Revier ist bestens betonnt und befeuert. Nachttörns sollten kein Problem sein.
Gezeiten und Strom: Schwacher Strom setzt im Canale di Piombino nach Nordnordwest. Der Wasserstand wird mehr vom Wind, als von der Tide beeinflusst.
Navigation: Ausschließlich terrestrisch.
Beste Zeit: Juni bis Mitte Juli und September.
Anreise: Direktflüge nach Pisa. Meist muss man aber über Rom fliegen. Für Crews aus dem süddeutschen Raum könnte sich eine Anreise mit dem Auto lohnen.
Einreise und Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Italienisch. Schiffsübergaben in Englisch.
Klima: Mediterran. Im Sommer sind jederzeit 40 Grad möglich.
Kleidung: Leichte Sommerkleidung. In der Vor- und Nachsaison Pullover und Ölzeugjacke.
Sicherheit: Elba gilt als sehr sichere Ferieninsel.
Reiseführer: Sabine Becht: ‚Elba‘, im Michael Müller Verlag.
Info: Als die ersten Griechen nach Elba kamen, war die Insel im Besitz der Etrusker, von den Griechen ‚Tyrrhener‘ genannt: So kam das ‚Tyrrhenische Meer‘ zu seinem Namen.
Ferragosto: Im August sollte man Elba meiden. Auch wenn der Trubel im italienischen Ferienmonat hier nicht jenes Ausmaß erreicht wie anderswo, sind Liegeplätze in den Häfen fast nicht zu bekommen, die Restaurants überfüllt und die Preise höher als sonst.
Nationalpark ‚Toskanischer Archipel‘: Dazu gehören die Inseln Gorgona, Capraia, Pianosa, Montechristo und Giannutri. Für alle diese Inseln bestehen Befahrungs- und Ankerverbote. Manchen darf man sich nicht nähern, andere nicht betreten.

Windverhältnisse

Maestrale: Nordwest ist die hauptsächliche Windrichtung an Elbas Küsten. Der Maestrale erreicht maximal vier Beaufort und ist ein idealer Segelwind. Als Maestrale werden aber auch die Ausläufer des Mistrals bezeichnet, die in der Vor- und Nachsaison für stürmische Verhältnisse sorgen können.
Thermik: In den Sommermonaten ist Elba überwiegend ein Flautenrevier. Tagsüber baut sich eine schwache Thermik auf, mit der sich leidlich segeln lässt.
Sommergewitter: Wenn sich bei brütender Hitze Wolken aufzutürmen beginnen, sollte man einen schützenden Hafen aufsuchen. In Sommergewittern kann der Wind kurzfristig Sturmstärke erreichen und man weiß nie, woher die Böen kommen.
Libeccio: Dieser Südwest-Wind ist oft Vorbote eines heranziehenden Tiefs. Man muss mit Regen und im Winter auch mit Böen in Sturmstärke rechnen. Schutz bieten nur die Häfen und die Bucht von Portoferraio.
Scirocco: Weht aus Süden bis Südost und sorgt immer für schlechtes Wetter. Im Frühjahr muss man mit ihm rechnen, im Herbst ist man nie sicher vor ihm. Schutz bietet Portoferraio und die Bucht von Procchio.
Tramontana: Der Wind ‚der über die Berge kommt‘. Gemeint ist damit der Apennin. Ein meist ab Herbst auftretender kalter Nord bis Nordost Wind, der böig auf Elbas Küste trifft. Ausgelöst wird er meist von einem Adriatief. Schutz bieten das ‚Darsena‘ in Portoferraio und die Buchten im Süden.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht