Revierprofil: Estland

Das Revier am Bottnischen Meerbusen gilt schon länger als Geheimtipp für Törns in der Ostsee. Wir geben einen Kurzüberblick über die wichtigsten nautischen Informationen

Charterfirma: Nord Sail Group Ltd., Seedri ST. 20, 10912 Tallinn, Estland. Tel.: 00372 5669 9919, E-Mail: info@nordsail.ee,  www.nordsail.ee Andere Anbieter (Auswahl): Master Yachting, Yachtcharter 1A, 97286 Sommerhausen, Deutschland, Tel.: 0049 (0)9333 90440-0, E-Mail: info@master-yachting.de, Internet: www.master-yachting.de

Schiffe & Preise: Angeboten werden Yachten von 34 bis 50 Fuß, zu Preisen von € 1.840,-bis € 5.080,-, je nach Saison.

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Revier: Flaches Wasser und flaches Land stellen in diesen hohen Breiten Anforderungen, an die sich mancher Skipper erst gewöhnen muss. In weiten Bereichen des Reviers muss man sich an das betonnte Fahrwasser halten.

Seekarten: Chartkits Estland Vol. 2 (Suurupi poolsaar to Saaremaa) und Vol. 3 (Saaremaa to Ruhnu).

Nautische Literatur: Jaano Martin Ots & Hillar Kukk: „Estonian Cruising Guide“ (englisch).

Wind und Wetter: Das Wetter ist selbst in den Sommermonaten selten stabil. Immer wieder ziehen Fronten durch. Starkwind, der in Böen 30 bis 40 Knoten erreichen kann, ist jedoch die Ausnahme. Es gibt aber auch Tage, an denen auflandige Thermik entspanntes Segeln erlaubt. Eine Besonderheit sind die „weißen Nächte“ in den Monaten Mai, Juni und Juli.

Wetterberichte: Ausschließlich über das Internet. Der Segelführer empfiehlt www.ilmateenistus.ee. www.weather.com und www.wetteronline.de sind auch aktuell.

Leuchtfeuer / Seezeichen: Das Revier ist bestens betonnt und befeuert. Die meisten Häfen können in den „weißen Nächten“ problemlos angelaufen werden.

Gezeiten und Strom: Tidenhub und Gezeitenstrom gibt es praktisch nicht. Für Schwankungen des Wasserstands kann aber beständiger Starkwind aus SW sorgen.

Navigation: Terrestrisch. Ein Plotter mit guten Karten ist in diesem Flachwasserrevier eine wertvolle Hilfe.

Beste Zeit: Juni bis August.

Anreise: Flug nach Tallinn. Transfer oder Bus nach Haapsalu, wenn gewünscht.

Einreise und Zoll: EU- und Schengenland.

Sprache: Estnisch. Englisch wird meist gut verstanden.

Restaurants: Fast überall findet man gehobene Gastronomie zu vertretbaren Preisen.

Klima: Kontinental, mit kühlen Sommern und milden Wintern.

Kleidung: Pullover und Ölzeug gehören zum Standard. Sicherheit: Auf den Inseln und in den Häfen, sollte es keine Probleme geben.

Reiseführer: Reise Know-how: „Baltikum“ – Litauen, Lettland, Estland.

Einkaufen: Gute Versorgungsmöglichkeiten bieten sich in Haapsalu und Kuressaare an. In den anderen Häfen gibt es meist keine oder nur kleine Läden mit sehr beschränktem Angebot.

Häfen und Marinas: Estland hat seine Marinas gezielt ausgebaut. Selten liegt man an den Molen längsseits. Meist geht man an Stege (Fingerpiers) oder hängt sich – hier meist mit dem Heck – an eine Boje, bevor man Bug voraus an den Steg geht. Zum Einklinken in den Ring der Boje empfiehlt sich ein ‚Fanghaken‘ mit Leine, für den Landgang eine Leiter, die sich über den Bugkorb hängen lässt. Zum Standardkomfort in praktisch allen Marinas gehören Wasser- und Stromanschlüsse an den Stegen sowie Dusche/WC und meist auch eine Sauna.

Wind: In den Sommermonaten überwiegen im südlichen Revier mäßige Winde aus SW bis W. Weiter nördlich macht sich auch immer wieder Wind aus NE bemerkbar, der durchaus kräftig ausfallen kann. Wind aus Süd ist selten und kündigt meist eine Front an, die von West heranzieht. Der Wind dreht dann in Folge auf SW und frischt bei Durchzug der Front aus W auf. In den Böen kann er 30 bis 40 Knoten erreichen. Wenn es hier mal richtig stürmt, dann meist aus NW.

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