Revierprofil: Máni-Halbinsel

Überlaufene Segelreviere gibt es viele, solche, in denen man sich noch als Entdecker fühlen darf, hingegen nur wenige. Eines dieser Juwele ist die Máni-Halbinsel

Charter: Im Bereich der Máni gibt es keine Chartermöglichkeit. Man kann die Halbinsel bei einem One-Way-Törn vom Ionischen Meer nach Athen einplanen. Dauer mindestens 2 Wochen. Den Törn sollte man immer von W nach E segeln!
Revier: Ein Wohlfühlrevier für Fahrtensegler, die kurze Distanzen schätzen und Erfahrung beim Ankern auf nicht immer einfachem Grund mitbringen.
Seekarten: Imray G 15.
Nautische Literatur: Rod Heikell: „Greek Waters Pilot“.

© Jan Bindseil

Wind & Wetter: Der Meltemi weht hier aus NW. Von der Thermik wird er tagsüber auflandig auf W bis SW, im Norden der Máni auch auf S gedreht. Nachts weht der Wind meist schwach vom Land.
Wetterberichte: über www.windfinder.de.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Der Tidenhub ist gering. Am Kap Ténaron kann man auf nach Westen setzenden Strom treffen.
Navigation: Ausschließlich terrestrisch.
Beste Zeit: Mai bis September.

Anreise: Flug nach Athen oder Kalamáta.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird meist gut verstanden.
Klima: Mediterran. Die im Sommer oft große Hitze wird vom Meltemi und nachts von der ablandigen Thermik gemildert.
Kleidung: An Land Baumwollkleidung. An Bord leichtes Ölzeug. Ein Pullover könnte gefragt sein.
Sicherheit: Griechenland ist eines der sichersten Reiseländer der Welt.
Reiseführer: Hans-Peter Siebenhaar: „Peloponnes“, im Michael Müller Verlag.
Literatur: Von Patrick Leigh Fermor, dem „Schriftsteller der Máni“ sind im Internet die Bücher „Reisen auf der südlichen Peloponnes“ und „Reisen ins unentdeckte Griechenland“ erhältlich.

Windverhältnisse

Meltemi: Der Meltemi weht hier von Juni bis September aus NW. Er sollte am späten Vormittag einsetzen, nachmittags mit 4 bis 5 seine größte Stärke erreichen und abends abflauen. Von der Thermik beeinflusst, weht er im mittleren Teil der Westküste der Máni tagsüber jedoch meist aus W bis SW und im nördlichen Teil aus S.
Schirokko: In der Vor- und Nachsaison kann dieser Wind Sturmstärke aus SE bis S erreichen. Dichte Bewölkung und meist auch Regen trüben zusätzlich das Segelvergnügen.
Fronten: Der Peloponnes ist den vom westlichen Mittelmeer heranziehenden Fronten besonders ausgesetzt. Sie treffen mit Wind zwischen SW und NW auf die Westküste der Máni, deren Buchten dann nur beschränkt Schutz bieten.

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