Antifouling

Ein Antifouling schützt den Rumpf im Unterwasserbereich vor Bewuchs, der das Schiff verlangsamt. In Salzwasser wählt die Seepocke ganz gerne das Unterwasserschiff aus, um sich dort niederzulassen. Algen und weitere organische Stoffe überziehen ebenfalls den Rumpf. In erster Linie ist der Anstrich ein Bewuchsschutz.

Auf dem Markt haben sich verschiedene Arten von Antifouling herausgebildet, die auf unteschiedliche Weisen den Bewuchs verhindern sollen.
Weiter unten haben wir die gängigsten Antifoulings und ihre Wirkungsweise beschrieben.

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Arten von Antifouling

Hartantifouling

Das Hartantifouling bildet eine widerstandsfähige, harte Schicht. Es hält länger als andere Anstriche. Das Biozid befindet sich im Harz des Anstrich. Mit der Zeit bildet sich eine poröse Oberfläche auf dem Rumpf, da das Biozid ausgewaschen wird. Daher sollte der Anstrich regelmäßig alle zwei bis drei Jahre geschliffen werden. Ansonsten wird die Oberfläche zu porös, bekommt Risse und blättert teilweise ganz vom Unterwasserschiff ab. Dann ist es bereits zu spät und das gesamte Antifouling muss entfernt und neu aufgebaut werden.

Polierendes Antifouling

Ein polierendes oder auch selbstpolierendes Antifouling gibt die Biozide über das Jahr verteilt ab, da sie wasserlöslich sind. Durch die Fahrt durch das Wasser bauen sich die einzelnen Schichten auf dem Rumpf ab und werden dabei geglättet. Daher der Name ‚polierendes’ Antifouling. Da sich der Anstrich durch Reibung abträgt, ist es nicht für schnelle Yachten geeignet und kann nicht geschliffen werden.

Dünnschichtiges Antifouling

In einem Dünnschichtantifouling sind tendenziell weniger Biozide gebunden, als in Hart- oder selbstpolierenden Antifoulings. Bewuchs wird bei dieser Art durch eine sehr glatte Oberfläche davon abgehalten, sich auf dem Rumpf festzusetzen. Teflon oder PTFE unterstützen diese Wirkung. Da sich das Antifouling nicht abträgt, ist es auch für schnelle Boote geeignet. Gerade auch, weil das Antifouling weniger Reibung im Wasser erzeugt.

Antifouling Alternativen

Folie

Seit einigen Jahren werden auch Folien für den Unterwassereinsatz angeboten, die ähnlich wie ein dünnschichtiges Antifouling den Bewuchs durch eine sehr glatte Oberfläche verhindern sollen. Der Vortel liegt darin, dass sie keine Zusatzstoffe in das Wasser abgeben und sich nicht auswaschen. Das Auftragen der Folie auf das Unterwasserschiff sollte eine Fachfirma durchführen. Hempel hat mit Silic One eine neue Art von Antifouling auf den Markt gebracht, das das Unterwasserschiff mit einer Silikonbeschichtung vor dem Bewuchs schützen soll.

Waschanlage

Die Möglichkeit, sein Boot durch eine spezielle Waschanlage für Boote zu fahren, hat sich bisher nicht durchsetzen können. Bei den bisherigen Versuchen war das Unterwasserschiff mit einem speziellen Lack versiegelt, der den Waschborsten standhalten sollte.

Ultraschall

Ein Frequenzgenerator erzeugt hochfrequente Signale, die an einen Wandler gesendet werden, der die elektrischen Impulse in Schwingungen umwandelt. Dieser Wandler wird im Boot direkt an den Rumpf montiert, sodass sich die Schwingungen durch den Bootsrumpf nach außen verbreiten. Dort sollen die Schallwellen die Algenzellen auf dem Unterwasserschiff regelrecht zerreißen und abtöten. Ein solches System benötigt eine permanente Stromversorgung. Mit etwa 1.000 bis 2.500 Euro pro Anlage ist diese Methode recht teuer.

Coppershield

In Epoxidharz ist ein Kupferanteil von circa 88 Prozent  eingebunden. Durch die Einbettung in das Harz soll sich das Kupfer nicht herauslösen und die Umwelt belasten können. Das Antifoulingsystem sollte in mindestens drei Schichten auf das mit Epoxidharz vorbereitete GFK aufgebracht werden. Nach der Saison genügt ein Bearbeiten des Unterwasserschiffs mit 300er Schleifpapier, um die oxidierte Oberfläche zu reaktivieren.