H-Boot

Das von dem Finnen Hans Groop entwickelte H-Boot gilt zweifelsohne zu den wichtigsten Entwürfen des vergangenen Jahrhunderts. Weit über 5.300 Mal gebaut, ist es die meistverkaufte, nichtolympische Kielbootklasse überhaupt

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Ernst Frauscher, Mitbegründer der Frauscher Bootswerft, ist im Kreis seiner Familie gestorben.

Die Entstehung des H-Bootes

Es war der Finne Hans Groop, eigentlich ein gelernter Schiffbauingenieur, der das H-Boot „quasi zum Zeitvertreib“ Mitte der 1960er in Helsinki entwarf, wie er sich 2017 im Interview erinnert: „Ich wollte mit dem Riss ein echtes One-Design zum Regattasegeln zeichnen, mit dem man auch kleinere Törns in Küstengewässern unternehmen kann.“ Viele sehen das nordische Folkeboot von 1942 als Vorbild, aber Torden Sundéns trägerer S-Spanter hat mit dem moderneren H-Boot bis auf die Größe, das anvisierte Einsatzgebiet und das flache Freibord nicht viel gemein.

Was der noch junge und unbekannte Yachtkonstrukteur mit seinem Entwurf lostreten würde, konnte er damals nicht wissen. Seit 1967 wird das H-Boot als Einheitsklasse von verschiedenen Werften wie Artekno OY (FIN), Botnia (FIN) oder Elvstrøm (DK) gebaut. Gegenwärtig haben Frauscher aus Österreich, die finnische Werft Eagle Marine sowie Ott Yacht aus Meersburg am Bodensee von World Sailing die Lizenzen zum Bau. Lizenzverträge sichern die Einhaltung der Klassenregeln beim Bau und der Trimm-Ausrüstung eines H-Bootes.

Ein striktes Vermessungssystem kontrolliert die Werften. Auch das ist Teil des Erfolgs. Bis heute wurden weit über 5.300 Boote gebaut, was das H-Boot zu einer der weltweit größten, nichtolympischen Kielbootklassen macht. Ein beispielloser Erfolg, der Groop, aus dessen Vornamen Hans sich das ‚H‘ für das H-Boot entlehnt, schnell über alle Grenzen hinweg bekannt machte.

Der Konstrukteur Hans Groop

Groop, 1932 im finnischen Vaasa geboren, gilt als einer der bekanntesten skandinavischen Bootskonstrukteure, der in seiner Karriere mehr als 100 Yachten unterschiedlicher Art gezeichnet hat. Darunter andere Klassiker wie die Targa 96, die Degerø 33, die Artina 29 oder die Finnsailer 34. Die H-Serie, neben dem Bestseller H-Boot bestehend aus H-323, H-26, H-35 und H-40, zählt zu seinen größten Erfolgen. Hervorzuheben ist hier die H-35, die – zwischen 1975 und 1986 circa 280 Mal gebaut – auch das ‚große H-Boot‘ genannt wird. Schlanke Linien und gute Segeleigenschaften kennzeichnen auch sie. Ansonsten ist die gut zwei Meter längere H-35 aber ein voll ausgebautes Fahrtenboot, das sich vom Original durch deutlich mehr Komfort absetzt.