Seesegler auf langem Kurs durch die Lübecker Bucht

Wettfahrtleiter Uwe Wenzel hat einen 105 Seemeilen langen Kurs abgesteckt und erwartet die elf teilnehmenden Yachten nach dem Start am heutigen Abend (18 Uhr) am Freitagmorgen zurück im Ziel.

Wir rechen nach dem Windbericht und der Prognose von durchschnittlich zwölf Knoten mit einer Zielankunft der Yachten nach 14 bis 18 Stunden“, so Wenzel. Der Kurs führt die Crews nach dem Start vor dem Brodtener Ufer zunächst entlang der holsteinischen Küste bis nach Fehmarn. Allerdings geht es nicht durch die Fehmarnsund-Brücke, sondern in einem Halbkreis rechts herum bis auf Höhe von Puttgarden. Nach einem Schlag hinaus in Richtung Südosten biegt die Flotte ab in Richtung Insel Poel und steuerte dann entlang der Mecklenburger Küste bis zurück zum Ziel auf der Seebahn der Travemünder Woche. Die Liste der teilnehmende Yachten weist eine große Bandbreite auf. Das größte teilnehmende Schiff ist eine X43. Die „Xenie“ von Skipper Christian Ahrendt (Berlin) misst rund 13 Meter Länge und wird der siebenköpfigen Crew bei der Nachtregatta die nötigen Annehmlichkeiten bieten.

Etwas spartanischer geht es da schon auf der kleinen „Austera“ zu. Die Bavaria 890 ist lediglich 8,90 Meter lang und wird vom Trio um Steuermann Jens Ansorge (Niendorf) durch die Nacht gefahren. Die Mannschaft ist aber bestens aufeinander eingespielt, hat vor ein paar Jahren die Mittelstrecken-Regatta der Travemünder Woche gewonnen. Und auch auf der Langstrecke sind die Crew-Mitglieder durch Teilnahmen an der Edinburgh-Regatta und bei Fünen Rund erfahren. Das zeigt sich auch in der Vorbereitung. Für die Nacht ist Gulasch vorgekocht, zum Frühstück soll es stärkendes Schwarzbrot mit Rührei geben. Die „Austera“ rechnet je nach Windverhältnissen mit einer Segelzeit von bis zu 21 Stunden. Berechnet könnte sie aber den großen Yachten durchaus das Leben schwer machen. Nach gesegelter Zeit wird indes die „Inschallah“ als erstes Schiff im Ziel erwartet. Die MM41 von Carl-Peter Forster (Hamburg) muss nach ihrem Rating allen anderen Yachten vergüten und könnte gegen 8 Uhr am Freitag wieder in Travemünde sein.

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