Seesegler fiebern dem IDM-Finale entgegen

Nach einem anstrengenden Tag am Sonntag gab es für die Seesegler zur ihrer IDM am Montag nur Kurzarbeit. Der flaue Wind ließ lediglich ein Rennen zu. Zwar wartete Wettfahrtleiter Uwe Wenzel noch eine längere Zeit in der Hoffnung auf die Rückkehr auf Wind, schickte die Flotte dann aber am frühen Nachmittag auf die Heimreise.

Zum Abschluss der Meisterschaft steht nun am Dienstag noch die Mittelstrecke auf dem Programm, zu der die Gruppen zwischen 25 und 35 Seemeilen segeln sollen. Wie die Langstrecke ist auch die Mittelstrecke mit einem Faktor (1,3) versehen und kann in der Endabrechnung nicht gestrichen werden. Deshalb sind die aktuell Führenden in den Klassen noch keineswegs auf sicherem Titelkurs.

Die große Gruppe der ORC III ist indes weiterhin fest in der Hand der „Immac Fram“ um Steuermann Kai Mares (Dänischenhagen). Die Crew hat bisher alle Wettfahrten gewonnen und führt deutlich vor der „Halbtrocken“ von Knut Freudenberg (Flensburg) und der „Patent 4“ mit Jürgen Klinghardt und Henning Tebbe (Hamburg).
In der Klasse der ORC I+II setzte die „Intermezzo“ von Jens Kuphal (Berlin) die gute Leistung des Vortages auch unter anderen Windbedingungen fort. Mit Rang drei auf der Langstrecke und vier ersten Plätzen auf der kurzen Bahn überrascht sie auf dem zu dieser Saison frisch auf die Bahn gebrachten Boot. „Die Serie hat gehalten. Jetzt müssen wir einen ersten Platz streichen“, berichtete Kuphal mit einem Schmunzeln, warnt aber zur Vorsicht: „Auf der Mittelstrecke kann noch alles verloren gehen. Wir freuen uns auf einen spannenden Abschluss.“ Da wird er sich vor allem der Angriffe von der „Sportsfreund“ von Axel Seehafer (Heiligenhafen) und der „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) erwehren müssen.
Bei den kleinen Booten der ORC IV geht die „Nemo“ von Uwe Kleinvogel (Rostock) als Führenden in den Abschlusstag.
Ein großes Lob gab es vom Vorsitzenden des Seesegel-Ausschuss im DSV, Dr. Wolfgang Schäfer, für die Meisterschaft vor Travemünde: „Es waren nicht immer einfache Bedingungen, aber die Wettfahrtleitung hat das sehr gut gemeistert. Insgesamt macht die Travemünder Woche einen tollen Job bei dieser Meisterschaft – sowohl auf dem Wasser als auch an Land.“

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