TW wirft den Blick nach vorn

Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, und der sportliche TW-Leiter Jens Kath hatten die Partner, Förderer und Unterstützer der Travemünder Woche zu einem Cometogether geladen, um nach einem Rückblick auf die aktuelle Situation die Planungen für das kommende Jahr zu erläutern.

Der Konjunktiv beherrscht dieser Tage den Sprachgebrauch der Verantwortlichen der Travemünder Woche. Denn jetzt wäre die Zeit gewesen für die Titelwettbewerbe auf den Bahnen der Lübecker Bucht, das Schaulaufen der Segler vor Publikum, das Festival in ausgelassener Stimmung entlang der Promenaden an Strand und Trave. Doch 2020 gibt eben kaum Spielraum für Taten, dafür umso mehr für „hätte, wenn und aber“. Mit dem Konjunktiv allein wollten sich die Organisatoren der Segel- und Festivalwoche indes nicht zufriedengeben. Deshalb hatten Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, und der sportliche TW-Leiter Jens Kath die Partner, Förderer und Unterstützer der Travemünder Woche zu einem Cometogether geladen, um nach einem Rückblick auf die aktuelle Situation die Planungen für das kommende Jahr zu erläutern.

Die Begrüßungen der TW-Verantwortlichen und -Förderer waren herzlich, aber von Corona-bedingtem Abstand geprägt: ein Tipp mit dem Ellenbogen oder dem Schuh, ein Gespräch durch den Mund-Nasen-Schutz. Als durch die Tischordnung im Ballsaal des Atlantic Grand Hotels die Abstände aber fest reguliert waren, durften die Masken abgenommen werden.

Frank Schärffe bedankte sich für die Unterstützung durch die Stadt Lübeck. Foto: segel-bilder.de

Trotz des Ausfalls der Travemünder Woche hatte TW-Geschäftsführer Frank Schärffe Grund zur Freude bei diesem Treffen. Denn der gut gefüllte Ballsaal zeigte die Wertschätzung, die der TW entgegengebracht wird. So war die Stadt mit Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer, Bürgermeister Jan Lindenau und Senatorin Kathrin Weiher vertreten. Frank Schärffe betonte in seiner Begrüßung dann auch, dass die TW der Stadt zu besonderem Dank verpflichtet sei. Denn ohne die Zusicherung der Corona-Soforthilfe durch die Hansestadt hätte die Geschichte der TW nach über 130 Jahren wohl ein Ende gefunden. Die TW wird organisiert durch die Travemünder Woche gGmbH, die durch ihre Gemeinnützigkeit keine Rücklagen bilden kann. „Das hätten wir allein nicht wuppen können“, gestand Frank Schärffe. Jan Lindenau betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Travemünder Woche, die jedes Jahr 850.000 bis 1.000.000 Gäste anlockt, für die Stadt: „Die Soforthilfe soll gewährleisten, dass die Planungen für das kommende Jahr unbelastet angegangen werden können.“

Bürgermeister Jan Lindenau im Gespräch mit NDR-Journalistin Antje Kasemeyer. Foto: segel-bilder.de

Dann wird Jan Lindenau auch selbst wieder ins Geschehen eingreifen, wenn er zum Volksbank Rotspon Cup antritt. „Ich gehe davon aus, dass ich in diesem Jahr gewonnen hätte“, erklärte er mit einem Augenzwinkern. Die Vorstände der Volksbank Lübeck eG, Dr. Michael Brandt und Peter Kling, die natürlich beim Cometogether dabei waren, werden die Entschlossenheit des Bürgermeisters gern gehört haben, stehen sie doch als Namensgeber des Events für ein gesellschaftliches und mediales Großereignis jeweils zur Halbzeit der TW.

Ein volles Programm für 2021 kann der sportliche Leiter Jens Kath vermelden. Foto: segel-bilder.de

Doch nicht nur Lübecks Bürgermeister freut sich auf die Segelwettbewerbe in 2021. Der sportliche Leiter Jens Kath hatte nach der Absage der TW 2020 zwei einige Bedenken, wie die Segelklassen reagieren würden, kann sich aber für 2021 kaum vor Anfragen retten: „Die Absage in diesem Jahr war schon bitter, denn wir hätten ein tolles Programm gehabt, vielleicht sogar die 1000-Boote-Marke geknackt. Aber 2021 steht dem kaum nach.“ So wollen die Laser 4.7 ihre Europameisterschaft in der Lübecker Bucht ausrichten und mit rund 350 Jollen kommen. Die RS-Klassen, die in 2020 diverse Welt- und Europameisterschaften ausgetragen hätten, verschieben mit der WM der RS Feva und der Junioren-WM des RS Aero ein Gros der Titelkämpfe einfach nach 2021. Mit den IC Canoe und Taifun sowie den J/22 und J/24 werden mindestens vier deutsche Titelkämpfe ausgetragen. Dazu kommt ein inklusives Event des RS Venture Connect, und auch für einen Wettbewerb der Champions League oder Bundesliga ist die TW im Bewerberkreis. Bei den Seeseglern will die TW an das gute Image aus 2019 anknüpfen und mit der Hanse Baltic Challenge von Travemünde über Stralsund rund Rügen eine neue Regatta initiieren. Damit ist das TW-Areal schon sehr gut gefüllt. Welche weiteren Klassen und Meisterschaften dazu kommen können, hängt von den weiteren Termin- und Revierwünschen ab. Maritim-Künstlerin Frauke Klatt hat damit schon mal viel Input für ihren Plakatentwurf in 2021. Bereits seit 1997 gibt die Travemünderin dem Ereignis ein künstlerisches Gesicht.

Auf möglicherweise ganz neue Herausforderungen werden sich die Organisatoren des Landprogramms einstellen müssen. Uwe Bergmann, Geschäftsführer des Vermarkters uba, brach dabei eine Lanze für die großen Unterstützer, aber auch kleinen Schausteller und Standbetreiber. Die Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck GmbH, Dr. Jens Meier und Leif Reitis, sowie der Geschäftsführer der Trave Netz GmbH Sven Bäumler ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, mehr über das kommende Jahr zu erfahren. Die Stadtwerke prägen mit der Unterstützung des Bühnenprogramms und einem eigenen Auftritt neben den TW-Partnern boot und Holsten sowie der Possehl-Stiftung und marinepool das Bild des Festivals. „Wir freuen uns über Partner, die sich in das Event einbringen, denn so lässt sich die Travemünder Woche weiterentwickeln. Die vielen Standbetreiber und Dienstleister sind aber auch ein ganz wichtiger Part der Veranstaltung. Auch sie vertreten die Travemünder Woche, engagieren sich und tragen mit ihren Gebühren dazu bei, dass das Event erst möglich ist“, sagte Uwe Bergmann.

Daneben gibt es viele Bereiche, die zu einem Gelingen der Segel- und Festivalwoche beitragen. So freute sich die TW, zum Cometogether mit Lars Fetköter (Chefredaktion Lübecker Nachrichten), Antje Kasemeyer (Norddeutscher Rundfunk) und Hermann Hell (Geschäftsführer und Chefredakteur SVG-Verlag) sowie Karin Böge (SVG-Verlag) Vertreter aller Medienpartner begrüßen zu können. Zudem waren die Bockholt-Gruppe (Heinrich Beckmann), die Böbs Werft (Andrea Böbs), Niederegger (Jan Fock, Kathrin Gaebel), SG Medientechnik (Sebastian Gartz), das Lübecker Wachunternehmen (Lutz Kleinfeldt) und Shark Neander (Axel Schuen) vertreten.

Für das kommende Jahr wird sich zeigen müssen, wie sich die Pandemie auf die Gestaltung des Areals auswirken wird, welche neuen Regelungen zu beachten sein werden, um die Schritte zurück in die Normalität gehen zu können. Diese Herausforderungen werden in enger Abstimmung der Vermarkter und der TW-Geschäftsführung gestemmt. „Wir werden in den Wintermonaten die Konzepte ausarbeiten und auf die Gegebenheiten anpassen, wenn klar wird, was uns im kommenden Jahr erwartet“, sagte Frank Schärffe.

Segellegende Ulli Libor berichtete aus seiner spannenden Karriere. Foto: segel-bilder.de

Für Spannung ist im Segelsport allemal gesorgt, dass machte Ulli Libor in einem Segeltalk beim Cometogether deutlich. Der zweimalige Olympiamedaillengewinner berichtete aus seiner spannenden Seglerkarriere und zog die Partner und Förderer der TW damit in seinen Bann.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht