Bavaria: Materialbestellungen laufen auf Hochtouren

Die Materialbestellungen laufen bei Bavaria Yachtbau wieder auf Hochtouren.

Nachdem die deutsche Werft aus Giebelstadt unruhige Gewässer gekreuzt und die Insolvenz überstanden hat, soll mit Hilfe des Berliner Finanzinvestors CMP die Traditionswerft wieder auf Kurs gebracht werden (sail24 berichtete). „Wir haben innerhalb von zwei Wochen schon wieder 170 neue Bestellungen“, so Bavaria-Yachtbau-Marketingleiter Thorben Will beim Branchengespräch auf der Interboot in Friedrichshafen. Parallel laufen die Materialbestellungen an. „Wir müssen uns natürlich mit den Lieferanten einigen. Das dauert seine Zeit. Einige wollen, einige müssen vielleicht auch mit uns zusammenarbeiten, aber die Insolvenz hat Spuren hinterlassen. Die Gespräche dauern ihre Zeit“, so Will vor rund 25 Journalisten in Friedrichshafen.

220 Yachten waren seit der Insolvenz noch fertig produziert worden, jetzt seien die Bänder leer, so Will. Die Konsequenz im Personalbereich: 150 Leiharbeiter wurden nicht übernommen, die 400 bis 450 Mitarbeiter der Stammbelegschaft arbeiten weiter.

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Die Strategie in Giebelstadt steht. „Wir müssen zu unserer alten Produktionsstärke zurück“, so Will. Es gelte, wieder Fließband gerechter zu produzieren, den Ablauf zu optimieren. Dieser Zielsetzung folgend, hatte sich Bavaria ja bereits von seinem Flaggschiff, der C65, getrennt und an  Yachting Technology Products (YTP) in Kroatien, wo die C65 gebaut wurde und wird, verkauft.

Auch die Motorboot E-Line mit den Modellen E40 und E34 wird eingestellt. „Ansonsten wird das gesamte Portfolio weiter angeboten und produziert“, blickt der Marketingleiter von Bavaria nach vorn. Auch die 170 Neubestellungen verteilen sich auf die ganze Bandbreite des Angebots.

Wie weit Bavaria nach vorn blickt? Das Ziel von CMP sei sicherlich, irgendwann wieder zu verkaufen. Zwischen fünf bis sieben Jahren liege die Halbwertzeit einer Investition eines Finanzinvestors, so Experten.

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