Mylius 50: Hightech vom Feinsten

Noch in diesem Jahr soll die erste neue Mylius 50 gebaut werden. Neben puristisch eleganten Linien und einem außergewöhnlich flachen Aufbau ist das Besondere an dieser hübschen Italienerin ihr hoher Fertigungsstandard und die Verwendung edelster Materialien.

Der Rumpf wird als Carbon-Sandwich mit Corecell als Distanzmarerial aufgebaut, und auch bei Mast und Baum setzt man auf Kohlefaser, ebenso bei den Wanten. Alternativ kann ROD bestellt werden. Durch die Verwendung dieser sehr leichten, gleichzeitig hochfesten Hightech-Materialien kann das Gesamtgewicht der über 15 Meter langen Yacht auf nur neuneinhalb Tonnen begrenzt werden. Ihre geringe Verdrängung in Kombination mit ihrem jollenähnlich flachen Rumpf und ihrer beachtlichen Am-Wind-Segelfläche von 160 bis 170 Quadratmetern (abhängig vom Schnitt des Großsegels) macht sie zu einer Rennmaschine, die zahlreiche Erfolge auf internationalen Regattabahnen einzufahren verspricht.

Den Gegenpol zur hohen Segelfläche bildet eine schlanke Kielfinne, deren angehängte Pinocchio-Bombe bis auf eine Wassertiefe von 3,50 Metern herabreicht. Mit einem alternativen Kurzkiel lässt sich der maximale Tiefgang auf 2,70 Meter verringern.

Unter Deck

Aufgrund ihres leichten Gewichts und ihres sehr aufgeräumten und klar strukturierten Decks könnte man darauf schließen, dass auch die Einbauten auf das Nötigste reduziert sind. Doch weit gefehlt. Für den Innenausbau bietet die Werft mit Sitz im norditalienischen Podenzano drei unterschiedliche Lösungen an, wovon zwei mit drei Doppelkabinen und eine mit nur zwei Schlafzimmern aufwarten. In jedem Fall sind zwei Bäder eingebaut, entweder liegen beide im Vorschiff oder sind als En-Suite-Komponenten an die jeweiligen Schlafzimmer angegliedert. Wer auf professionelle Unterstützung durch einen Bootsmann nicht verzichten mag, lässt sich das Bugsegment zur Skipper-Kabine ausbauen.

Beim Blick unter Deck wird klar, was mit „Open-Space-Konzept“ gemeint ist. Foto: Mylius Yachts

Markenzeichen aller Mylius-Yachten ist jedoch das sogenannte Open-Space-Konzept, das allen Interieur-Layouts zugrunde liegt und das vor allem Liebhaber vollkommen klarer und schnörkelloser Möblierung zu schätzen wissen. Sobald man den Niedergang hinabsteigt, wird deutlich, was damit gemeint ist. Salon und Pantry gehen nahtlos ineinander über, selbst der Blick ins Vorschiff bleibt unverstellt, es sei denn die Schiebetür zum Schlafbereich wird bewusst geschlossen. Unterstützung findet die offene Raumgestaltung durch einen breiten Durchgang zwischen den beiden Sitzgruppen und gedeckte, überwiegend helle Farben an Wänden, Polstern und Möbelmodulen. Allen voran Weiß.

Cruising-Komfort kommt mit der voll ausgestatteten Pantry an Bord, die neben Herd und Spüle auch den unverzichtbaren Kühlschrank bereithält und ausreichend Stauraum für Geschirr und sonstige Küchenutensilien. Damit wird klar: Die Mylius 50 ist zwar als ernstzunehmende Regattayacht angelegt, gleichzeitig soll sie aber auch entspannte Törns ermöglichen. Für eine weitere Annehmlichkeit sorgt die Dinghi-Garage unter dem Cockpitboden. Um das Beiboot darin zu stauen, braucht man nur die Badeplattform abzulassen. Durch das dann geöffnete Tor kann das Beiboot ins Schiff gezogen werden, ohne dass man vorher Luft ablassen muss.

Technische Daten:

Konstruktion: Mylius Design Team
Lüa: 15,60 m
Länge incl. Bugspriet: 17,63 m
LWL: 14,23 m
Breite: 4,48 m
Tiefgang: 350 m / opt. 2,70 m
Verdrängung: ca. 9,5 t
Ballast: ca. 4,1 t
Wassertank: 400 l
Treibstofftank: 150 l
Motor: Yanmar 4JH57 mit 57 PS
Groß: 102 m2 /altern. 90 m2
Fock: 68 m2
Gennaker: 274 m2
Preis: ab 1.150.000 Euro
Werft: www.mylius.it
Händler: www.westyachting.de

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