Weltpremiere: Beneteau Oceanis 30.1

Auf der boot Düsseldorf 2019 präsentiert Beneteau die neue Oceanis 30.1, die kleinste der aktuellen Baureihe.

Im Zuge der Modellerneuerung hat Beneteau ein neues 30 Fuß vorgestellt, das ab 70.000 Euro erhältlich sein soll. Eine Kampfansage an andere Werften.

Bei der Entwicklung der 30.1 kam es Beneteau laut eigener Aussage darauf an, ein einfach zu segelndes Schiff zu konstruieren, das aber möglichst flexibel eingesetzt und transportiert werden kann. Um diese Vorgaben zu erfüllen entschied sich die Werft zusammen mit den Konstrukteuren von Finot – Conq auf eine Länge von 8,99 Meter und auf eine Breite von 2,99 Meter bei einem Gewicht unter vier Tonnen. Das soll den Transport auf der Straße erleichtern, da kein Schwertransport benötigt wird. Um schnell den Mast legen zu können, steht er in einem schwenkbaren Mastfuß und kann mit einer Mastlegevorrichtung schnell und einfach gelegt werden. Da die Oceanis 30.1 auch in flachen Revieren segeln soll, kann aus drei verschiedenen Kielversionen gewählt werden. Neben dem klassischen Kiel mit Bombe, gibt es einen Hubkiel und sogar einen Swing-Keel, der unter den Rumpf geschwenkt werden kann.

Mit Doppelsteuerstand, aber auch mit Pinne erhältlich

Auch im Cockpit hat der zukünftige Eigner die Qual der Wahl. In der Basisversion wird die 30.1 mit einer Pinne ausgeliefert. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, kann auch den Doppelsteuerstand wählen. Vorteil hier ist, dass ein freier Durchgang vom Heck zum Niedergang entsteht.

Die Instrumente mit Kartenplotter sind im Aufbau neben dem Niedergang eingelassen. Eine leichte Stufe im Ausbau schränkt allerdings den Blick auf den Kartenplotter vom Steuerstand aus etwas ein. Auch die Großschot wird am Niedergang bedient, die Fock wird auf einer Selbstwendeschiene gefahren. Ein Achterstag gibt es übrigens nicht.

Unter Deck

Wie bei den großen Modellen 46.1 und 51.1 zieht sich eine ausgeprägte Kimmkante entlang der Wasserlinie. Das ermöglicht, im Innenraum mehr Volumen zu schaffen, sodass gerade das Vorschiff noch eine große Breite aufweist. Zusätzlich zu der Doppelkabine im Vorschiff befindet sich eine Kabine mit Doppelbett im Achterschiff. Gegenüber liegt die recht große Nasszelle mit eigener Dusche.

Klassische L-Pantry an Backbord

Ein weiterer Vorteil der Kimmkante an der Wasserlinie ist, dass die Bodenbretter sehr tief liegen. So entsteht unter Deck eine Stehhöhe von 1,98 Meter – ohne einen unproportioniert großen Aufbau an Deck. Die L-Pantry liegt an Backbord vor dem Durchgang zur Achterkabine. In das Vorschiff führen gleich zwei Türen, sodass nicht um den Salontisch herumgelaufen werden muss. Wenn beide Türen gleichzeitig geöffnet sind, entsteht unter Deck ein großer luftiger Raum, der vergessen lässt, dass das Boot nur 8,99 Meter lang ist.

Direkt nach der Messe in Düsseldorf starten die Sea-Trials, im Anschluss wird die Oceanis 30.1 auf den nächsten Messen präsentiert werden.

Kommentieren
*Pflichtfelder. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht