Spaßboot Epoh: Skiff segeln leicht gemacht

Die stabilisierte Gleitjolle Epoh bietet Segelspaß für alle und zugleich einen Einblick in die Welt von 49er und Co.

Der Name Epoh steht für: Exponential pleasure, zero hassle, zu Deutsch: Exponenzielles Vergnügen, Null Stress. Das klingt sehr gut, ist aber auch eine ziemliche Ansage. Noch dazu für ein Boot, dass es in dieser Form wohl noch nie gab. Der Rumpf passt in keine Schublade. Skiff? Trimaran? Jolle mit Stützrädern? Ganz nüchtern betrachtet handelt es sich um ein Skiff mit Schwimmern – oder Floats, wie man dazu auch sagt – unter den Auslegern. Was soll das sein, fragt man sich?

Die Antwort lautet: Eine Art eierlegende Wollmilchsau. Entwickler Yannick d’Armancourt kommt eigentlich vom Surfen, aber seine Familie hatte an ihrem Strandhaus immer einen alten 470er liegen. Als der völlig weichgesegelt war, bot Schiffbauingenieur d’Armancourt an, für Ersatz zu sorgen: entweder wieder ein abgelegtes Regattaboot oder er würde sich selbst etwas ausdenken. Und dieses Etwas müsste Spaß für ihn und Einfachheit für den Rest der Familie verbinden können.

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Für den Surfer d’Armancourt lag es nahe, ein Skiff zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen zu machen. Nur hätte ein Skiff für den Rest der Familie mangels Stabilität wohl bedeutet, permanent im Bach zu liegen – daher die Idee mit den Schwimmern. Anders als beim Trimaran befinden sich die Floats bei Ruhelage jedoch nicht im Wasser. Sie tauchen erst bei einem bestimmten Krängungswinkel ein. Dann entfalten sie dynamischen Auftrieb und wirken so der Krängung entgegen.

Das bedeutet nicht, dass Epoh unkenterbar ist. Aber man muss schon entweder Absicht an den Tag legen oder sehr, sehr große Fehler machen, um es umzuwerfen. Das Boot verträgt es sogar, wenn der Vorschoter sich auf den eingetauchten Leeschwimmer stellt, statt es auf dem Luvschwimmer auszureiten. Natürlich bremst der so beschwerte Float das Boot, aber es kentert nicht, sondern es verzeiht viele Fehler.

Wie sieht es mit dem exponenziellen Vergnügen aus? Für Epoh werden verschiedene Segelgarderoben angeboten, somit ist das Boot den Fähigkeiten der Crew anzupassen. Das reicht von einer einfachen Kombination von Fock und kleinem Groß, die man einfach auf der Kante ausreiten kann, bis hin zu einem größeren Groß und verschiedenen Gennakern, die im Doppeltrapez auf den Auslegern gesegelt werden, und die das Boot in Gleitfahrt bringen.

Mit einer entsprechend erfahrenen Crew lässt sich das Boot im Prinzip wie ein Skiff segeln, der Leeschwimmer taucht dann nur ab und zu in die Wellenkämme ein. Dabei ist das Boot auch im Handling angenehm einfach gehalten. Beispielsweise gibt es eine Selbstwendefock und einen Bergeschlauch im Vorschiff, mit dessen Hilfe sich der jeweilige Gennaker simpel und schnell setzen und bergen lässt. Wie bei Skiffs üblich, steuert man das Boot mit zwei langen Auslegern.

Von der großen Breite bleibt im Hafen wenig übrig, weil die Ausleger auf dem Trailer schnell an den Rumpf zu schieben sind. Mit 2,52 Metern Breite passt Epoh dann auf jeden üblichen Landliegeplatz. Für den Straßentransport lassen sich die Ausleger ganz demontieren und im Rumpf mitnehmen, der dann noch ganze 2,03 Meter breit ist, also kaum breiter als die meisten Zugfahrzeuge mit Außenspiegeln. So kann Epoh überallhin mitgenommen werden und zum Einsatz kommen.

Technische Daten

Länge: 4,92 m
Breite
– segelfertig: 3,62 m
– Ausleger am Rumpf: 2,52 m
– ohne Ausleger: 2,03 m
Tiefgang: 0,16 bis 1,20 m
Gewicht: 160 kg
Maximale Zuladung: 225 kg
Großsegel: 13/16 m²
Gennaker: 15/22 m²
Preis
– kleines Groß: 16.380 Euro
– großes Groß: 17.320 Euro
– kleiner Gennaker: plus 2.030 Euro
– großer Gennaker: plus 2.285

Kontakt

Transsonique, 3 Rue Victor Schoelcher, 29990 Concarneau, Frankreich,
Tel: +33 2 98 98 22 42, Web: www.epoh.eu, E-Mail: contact@epoh.eu

Süddeutschland/Österreich/Schweiz: Johannes Ersing Boote und Zubehör, E-Mail: info@ersing-boote.com

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