Unter Deck der Bavaria C45

Mit der neuen C-Line soll bei Bavaria Big-Boat-Feeling Einzug halten. Sagt die Werft. Wir haben die Kleinste aus der Serie getestet und waren überrascht. Ein Blick unter Deck

Wir segeln die Bavaria C45 Style. Hier ist das Cockpit mit Teak belegt (selbiges kann auch für Ober- und Seitendecks bestellt werden), gibt es im Gästecockpit einen geteilten Tisch, der den Durchgang von der Steuermannsplicht ins Schiffsinnere freilässt, findet man eine gediegenere Einrichtung als auf der Ambition oder Holiday. Im Falle der Testyacht wurde die Standard-Möblierung aus Mahagoni eingebaut. Und ein Drei-Kabinen-Layout gewählt, das Platz für eine kleine Abstellkammer lässt. Vorn im Bug findet man die Eignersuite mit vernünftig dimensionierten Kleiderschränken und einem geteilten Bad. An Steuerbord liegt der WC-Raum, ihm gegenüber die Duschkabine.

Im Salon sitzt man sich auf U- und Längssofas gegenüber, wobei die Zweiercouch gleichzeitig als Navi-Sitz dient. Der Navitisch ist mit Blick in Richtung Cockpit aufgestellt. An der Wand zur Abstellkammer hängt ein Multifunktionsdisplay, über das sich die gesamte Bord-Elektrik und -Elektronik steuern lässt. Über das BUS-System der B&G-Instrumente ist „Digitales Switching“ möglich, sprich, von jedem Kartenplotter aus kann das gesamte Schiff überwacht und gesteuert werden, inklusive Beleuchtung, Heizung und Entertainment-Systeme.

In den beiden Achterkabinen ist ebenfalls je ein Doppelbett untergebracht. Schrankraum gibt es auch, doch der ist leider sehr begrenzt. Ein zweites Bad findet sich steuerbord neben dem Niedergang, davor liegt besagte Abstellkammer – für Polster, Werkzeug, sperrige Sachen ist sie ideal. Gekocht wird auf der Backbordseite. Zur Vorbereitung der Speisen steht eine große Arbeitsfläche zur Verfügung, die mit einer soliden Kante eingefasst ist. Hier kann sich festhalten, wer bei Seegang kocht oder durchs Schiff läuft. Insgesamt gibt es viele Haltemöglichkeiten an und unter Deck. Griffe an den Cockpittischen, an der Sprayhood, am Niedergang, eine Griffleiste mittig an der Kajütdecke, eine weitere an der Wand zur Kammer. Das ist sehr erfreulich.

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