Unter Deck der BB 10

Die BB 10, benannt nach der Länge sowie ihrer Werft Børresens Bådebyggeri, zählt zu den extremsten Entwürfen der späten 1970er Jahre. Lange Linien standen Pate, als Anders Børresen 1977 erstmals eine eigene Fahrtenyacht entwarf, die bis heute zu den bedeutendsten Einheitsklassen Skandinaviens zählt. Ein Blick unter Deck

Dass man unter Deck keine unermesslichen Weiten erwarten darf, dürfte schon anhand des schlanken wie flachen Risses erkennbar sein. Die Stehhöhe bedeutet hier bestenfalls gebücktes Stehen, eigentlich aber eher Kriechen. Dennoch ist die BB 10 für ein Boot dieser Größe und Ausmaße durchdacht ausgebaut. Backbords gibt es einen funktionalen Pantry-Block zum Ausziehen, immerhin mit einem einflammigen Gasherd und Stauschrank für Geschirr. Ihm gegenüber liegt eine Backskiste, die auch von innen zugänglich ist und am Niedergang zumindest Notwendigstes wie Handfunke oder Echolot (je nach Eignergeschmack) aufweist.

Eigentliches Zentrum aber ist der symmetrisch angeordnete Salon mit seinen wirklich gemütlich gerundeten Schalensitzen (drei auf jeder Seite), die sich so ähnlich auch auf dem artverwandten 806er wiederfinden. Legt man die Rückenpolster auf die Sitzfläche, ergeben sich in wenigen Schritten zwei komfortable Salonkojen. Wer zu zweit segelt (und dazu ist, abgesehen von Familiencrews mit kleinen Kindern, anzuraten), braucht den Lebensraum nicht umzubauen.

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Das schmale Vorschiff bietet eine ausreichende Koje für frisch Verliebte und ist durch das große Vorluk im Kopfbereich gut belüftet. Zwei beidseitig verbaute und gut durchdachte Stauschränke bieten genügend Platz für täglich zu nutzende Segelklamotten, aber auch kleinere Ablagen und Fächer für Handy, Tablet, Power­bank und andere moderne Errungenschaften der digitalen Welt, die es beim Debüt der BB 10 längst noch nicht gab.

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