Unter Deck der Grand Soleil 34

Die Grand Soleil 34 will in erster Linie bei See-Regatten punkten, gleichzeitig verspricht sie, an den regattafreien Wochenenden Fahrtenkomfort zu bieten. Ein Konzept, das aufgeht?

Der Innenraum der Grand Soleil 34 fällt klein aus, was ihrem Kompromiss-Konzept geschuldet ist. Zwar spürt man auch unter Deck die Regatta­atmosphäre, allerdings nimmt man sie als durchaus gemütlich wahr. Der Ausbau ist hochwertig ausgeführt, mit vielen Holz­details wohnlich gestaltet und beinhaltet alles, was man für kürzere Touren braucht – Nasszelle, Pantry, Salon und Navibereich. Bei der Enge der Kajüte bleibt allerdings nur Platz für eine abschließbare Kabine, die achtern unterhalb des Cockpitbodens eingerichtet und mit Doppelkoje, Kleiderschrank, kleinem Bücherfach und Schwalbennest ausgestattet ist.

Die zweite Doppelkoje liegt vorn im Bugdreieck und ist offen gestaltet. Eine Trennwand zum Salon gibt es nicht, mit dem Vorteil, dass der Raum größer und lichter wirkt und man den Platz unterhalb des Bettes zum Stauen der Segel oder Taschen nutzen kann. Mehr als vier Schlafstellen sind nicht vorgesehen. Wer auf die Salonbänke spekuliert, muss sich mit 50 Zentimetern Kojenbreite zufriedengeben.

Platz zum Stauen von Kleidung findet sich unter eben diesen Bänken und im separaten Kleiderschrank achtern. Größere Utensilien sowie Segel können in einer begehbaren Backkiste gelagert werden. Diese erreicht man von der Nasszelle aus, wo in der Rückwand ein Durchgang angelegt ist. Verschlossen wird er mit einem Tuchvorhang.

Wie fast immer bei Yachten dieser Größe, lässt sich die Niedergangstreppe mit einem kurzen Ruck anheben – und der Motor liegt frei. Seitlichen Zugang zwecks Wartung und Kontrolle gewähren Inspektionsluken in der Achterkabine und in der Nasszelle.

In der Pantry ist der Stauraum aufs Nötigste beschränkt. Viel Geschirr und Besteck darf man nicht mitnehmen, weil kein Platz dafür vorhanden ist. Immerhin gibt es einen Zwei­flammenkocher mit Backofen, ein tiefes Spülbecken und eine Kühlbox, sodass für ein leckeres Frühstück jederzeit gesorgt werden kann, genau wir für einen Snack oder ein kühles Getränk.

Auf einen vollwertigen, aufklappbaren Navigations-Tisch wurde – trotz des begrenzten Raumangebots – nicht verzichtet. Das spricht sowohl für die gute Seemannschaft der Konstrukteure (eine Gruppe junger italienischer Yachtdesigner, die sich Skyron nennt) als auch für die Zielsetzung, bei Regatten ganz vorne mitzumischen oder auf einem Törn in Ruhe alle Plotterdaten abzugleichen.

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