Unter Deck der Maxi 1200

Einhandsegeln und Komfort mit den aktuellen Mitteln der Technik. Das ist die Idee hinter der Maxi 1200, einem Entwurf von Pelle Petterson

Unter Deck der Maxi 1200

Unter Deck zeigt sich die von Tony Castro eingerichtete Maxi 1200 modern und schiffig zugleich. Der erste Eindruck ist dank der Rumpffenster und des hellen Himmels sehr hell, aber die großen Holzflächen aus Teak vermitteln zugleich einen edlen Eindruck. Die Werft bietet die Yacht mit zwei oder drei Versionen an, was eine Auswirkung auf das weitere Layout hat, denn die Nasszelle sitzt an unterschiedlichen Positionen, sodass nur die Variante mit zwei Kabinen eine vollwertige Navigationsecke besitzt.

Das Grundlayout ist typisch: Seitlich am Niedergang befindet sich an Backbord die Pantry und an Steuerbord die Nasszelle. Bei drei Kabinen liegt sie weiter vorn, bei zwei Kabinen weiter achtern. Im Heck eine oder zwei Achterkabinen, vorn eine abgetrennte Eignerkabine. Der Salon bietet gut Platz für sechs bis acht Personen. Einzig die feste Schlingerleiste auf dem Tisch dürfte hin und wieder etwas stören. Pantry und Nasszelle sind für Yachtverhältnisse großzügig gestaltet.

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Die Pantry ist u-förmig angelegt und nach vorn in den Salon orientiert. Sie ragt fast bis zur Mittschiffslinie in den Raum hinein, was Platz für eine umfassende Ausstattung mit Kühlschrank und Kühlkiste als Toploader für Flaschen bedeutet. Serienmäßig gibt es außerdem eine versenkbare Dunstabzugshaube über dem Herd, zudem sorgen eine Luke und ein Lüfter für frische Luft. Und bei allem Komfort ist die Maxi-Pantry auch noch seetauglich, dafür sorgen Griffe am und über dem Herd sowie an der Arbeitsfläche.

Die Nasszelle besteht in beiden Ausbauvarianten aus zwei Räumen: Dem Waschraum mit Waschbecken, Spiegelschrank und Schapps und einem durch eine Tür abgetrennten WC/Duschraum. Die Unterschiede bestehen in der Position an Bord und im Stauraum. In der Dreikabinenversion gibt es keinen weiteren Stauraum. Nasses Ölzeug müsste im WC/Duschraum hängen. In der Zweikabinenversion gibt es dafür einen extra Schrank. Den restlichen Platz der fehlenden zweiten Achterkabine bekommt eine Backskiste.

Die Crew bewegt sich dank solider Handläufe sicher durch die Yacht und findet rundum genügend Platz. Unter den Kojen, in Schapps und Ablagen lässt sich Vieles verstauen. Alle Kabinen bieten ausreichend Platz und sind hell und offen, wobei die Achterkabinen etwas verbauter sind als die im Vorschiff. Die Bänke im Salon sind als Kojen allerdings knapp bemessen. Wer dauerhaft oder regelmäßig mit mehr als vier Personen segelt, sollte sich lieber die optionale Dreikabinenversion genauer ansehen.

 

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